Klimafonds fördert Mustersanierung betrieblicher Gebäude mit bis zu 60 Prozent

12. April 2012 Drucken

Der Klima- und Energiefonds öffnet ab heute sein Programm für die exemplarische thermische Sanierung von betrieblichen Gebäuden. Die Projekte müssen über einen hohen Innovationsgrad und starke Beispielswirkung verfügen.  Seit 2008 wurden 37 Gebäude nach den hohen Standards der „Mustersanierung“ energetisch saniert. Aufgrund der höheren Ansprüche an das Projekt sind auch die Förderquoten im Vergleich zu […]

Der Klima- und Energiefonds öffnet ab heute sein Programm für die exemplarische thermische Sanierung von betrieblichen Gebäuden. Die Projekte müssen über einen hohen Innovationsgrad und starke Beispielswirkung verfügen.  Seit 2008 wurden 37 Gebäude nach den hohen Standards der „Mustersanierung“ energetisch saniert. Aufgrund der höheren Ansprüche an das Projekt sind auch die Förderquoten im Vergleich zu konventionellen Programmen deutlich höher. Das Programm „Mustersanierung“ fördert bis zu 60 % der umweltrelevanten Mehrinvestitionskosten.

Bis 19.10.2012 stehen in Summe drei Millionen Euro für umfassende Sanierung betrieblich genutzter Gebäude, wie etwa Tourismus- oder Bürogebäude, und öffentliche Gebäude, wie etwa Schulen, Kindergärten und Gemeindegebäude, zur Verfügung. Ausgenommen von der Förderung sind auch heuer Private. Aufgeteilt ist das Budget auf zwei Förderprogramme: 1,5 Millionen Euro stehen im Programm „Mustersanierung“ selbst zur Verfügung, weitere 1,5 Millionen im Förderprogramm „Klima- und Energie Modellregionen“.

37 realisierte Projekte – von der Pension bis zum Gesundheitszentrum
Seit 2008 wurden mit Mitteln des Klima- und Energiefonds bereits 37 Gebäude nach den hohen Standards der „Mustersanierung“ saniert. Der Bogen spannt sich dabei von kleinen Pensionen über Bankgebäude bis hin zu einem großen Gesundheitszentrum.  Die Einsparungen von Energie und Betriebskosten reichen vom Faktor 10 bis hin zum Standard von Passiv- und Plus-Energie-Häusern.

Höhe Förderung bedingt hohe Messlatte
Die Förderhöhe für umweltrelevante Mehrinvestitionskosten je Projekt liegt bei bis zu 600.000 Euro. Wer zum Passivhaus saniert, bekommt neben dem Basis-Fördersatz von 45 Prozent weitere 5 Prozent Bonus, wer zum Plusenergiehaus saniert 10 Prozent und wer Dämmstoffe mit dem österreichischen Umweltzeichen nutzt, kann weitere 5 Prozent erhalten. Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern muss 80 Prozent betragen, die OIB-Richtline um 60 Prozent unterschritten werden. Additiv zu Sanierungen werden auch PV Anlagen, Biomasse Anlagen, Thermische Solaranlagen und Wärmepumpen gefördert. Neu ist, dass auch Messtechnik für Energiemonitoring gefördert wird, was sehr wichtig für den optimalen Betrieb des Gebäudes ist.

Hintergrundinformation „Mustersanierung“
Im Rahmen des Förderungsprogramms „Mustersanierung“ legt der Klima- und Energiefonds besonderen Fokus auf einen möglichst hohen Einsatz erneuerbarer Energien, den Einsatz klimaschonender Rohstoffe und Produkte bei der Sanierung, technische und ökonomische Multiplizierbarkeit, Maßnahmen zur Energieeffizienz, keinen oder geringstmöglichen Kühlbedarf sowie einen hohen Innovationsgehalt.
Insgesamt standen bisher für das Förderprogramm „Mustersanierung“ 13  Mio. Euro zur Verfügung (2008: 6 Mio. Euro, 2010: 4 Mio. Euro, 2011: 3 Mio. Euro). 2012 kommen laut Jahresprogramm 1,5 Millionen Euro im Programm „Mustersanierung“ hinzu, weitere 1,5 Millionen Euro sind im Programm „Klima- und Energie Modellregionen reserviert.

Die wichtigsten Förderkriterien 2012:

  • Unterschreitung der OIB Richtlinie >= 60%
  • Anteil Erneuerbare Energien >= 80%
  • Max. 600.000,- Euro Förderung/Projekt
  • Gebäude muss vor dem 1.1.1990 errichtet worden sein
  • PV: bis zu 100 kWp werden gefördert – 800 Euro/kWp
  • Einreichung bis 19.10. 2012 – first come first serve