„Grundbuch neu“ startet im Mai

13. April 2012 Drucken

Das Warten auf das neue Grundbuch hat offensichtlich ein Ende. Am 7. Mai soll laut Justizministerium der Startschuss für das „Grundbuch neu“ fallen.  Hauptgründe für die Neuentwicklung waren die Überalterung des bisherigen Systems, der Wunsch eine zeitgemäße Abfragelogik zu schaffen sowie auch neue Arbeitsplatzlösungen für Justizmitarbeiter. Neu erstellt wurde nämlich nicht bloß die für Kunden […]

Das Warten auf das neue Grundbuch hat offensichtlich ein Ende. Am 7. Mai soll laut Justizministerium der Startschuss für das „Grundbuch neu“ fallen.  Hauptgründe für die Neuentwicklung waren die Überalterung des bisherigen Systems, der Wunsch eine zeitgemäße Abfragelogik zu schaffen sowie auch neue Arbeitsplatzlösungen für Justizmitarbeiter. Neu erstellt wurde nämlich nicht bloß die für Kunden ersichtliche Internet-Abfragedatenbank, sondern das komplette Bearbeitungssystem, mit dem Justizmitarbeiter Eintragungen oder Änderungen vornehmen.

Mittelfristig strebt die Justiz ein völlig papierloses Arbeiten an, auch heute kommt schon ein großer Teil von Grundbuchgesuchen von Rechtsanwälten oder Notaren papierlos bei den Gerichten an.

Ministerium erhofft Einsparungen
Auch die Grundbuchbeschlüsse sollten künftig in großem Maß automationsunterstützt (aber nicht „automatisch“!) ablaufen.
Mit der Modernisierung der veralteten Software erschließt sich dem Ministerium ein Einsparungspotential von bis zu 80 Prozent der bisherigen Kosten möglich.

Derzeit ist der Preis eines Grundbuchauszuges nicht vorhersehbar, da die Kosten proportional zur Zeilenanzahl eines Auszuges berechnet werden. Die Justiz geht nun von diesem mehr als 20 Jahren gültigen Prinzip ab und führt Pauschalpreise ein. Ungeachtet seiner Länge wird ein Grundbuchauszug künftig einen fixen Betrag kosten. So beträgt die Gerichtsgebühr für einen kompletten Grundbuchauszug künftig 3,20 EUR – ob er nun 15 Zeilen oder 15 Seiten umfasst. Beschränkte Grundbuchauszüge kosten pro Blatt künftig 1,70 EUR Gerichtsgebühr.