Fotografenberuf soll offenes Gewerbe ohne Meisterprüfung werden

23. April 2012 Drucken

Das plant eíne neue Regelung des Fotografengewerbes. Die Meisterprüfung soll fallen, der Fotografenberuf zum freien Gewerbe erklärt werden. Damit wird auch die aktuelle Unterscheidung zwischen dem Berufsfotografen-gewerbe und dem freien Pressefotografengewerbe hinfällig werden.   Gewerbeordnungsnovelle 2012 in Begutachtung Das Wirtschaftsministerium hat nun eine von 1994 in Begutachtung ausgeschickt, der das Fotografengewerbe in ein freies Gewerbe umwandelt. […]

Das plant eíne neue Regelung des Fotografengewerbes. Die Meisterprüfung soll fallen, der Fotografenberuf zum freien Gewerbe erklärt werden. Damit wird auch die aktuelle Unterscheidung zwischen dem Berufsfotografen-gewerbe und dem freien Pressefotografengewerbe hinfällig werden.

 

Gewerbeordnungsnovelle 2012 in Begutachtung
Das Wirtschaftsministerium hat nun eine von 1994 in Begutachtung ausgeschickt, der das Fotografengewerbe in ein freies Gewerbe umwandelt. Derzeit können selbst ausgewiesene Profis wie Pressefotografen nicht als Berufsfotografen arbeiten.
Das professionelle Fotografieren etwa bei Hochzeiten oder in Schulen und Kindergärten ist bisher Berufsfotografen vorenthalten. In der  des Bundesmninistrium für Wirtschaft zur Novelle heißt es:
„Für die Ausübung der analogen Fotografie waren noch bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse notwendig, um korrekt entwickelte Abzüge mit Hilfe von Chemikalien auf Fotopapier bringen zu können. Dies trifft auf die mittlerweile umfassend verbreitete Technologie der digitalen Fotografie nicht mehr zu. Die Herstellung von (guten) Bildern  und ihre Verbreitung sind daher auch technisch nicht mit hohen Anforderungen mehr verbunden. Eine Reglementierung des Berufsfotografengewerbes ist vor diesem Hintergrund nicht mehr rechtfertigbar.“
In das bestehende Berufsbild des Berufsfotografen soll nicht eingegriffen werden. Bereits absolvierte Meisterprüfungen sollen dadurch honoriert werden, dass in diesen Fällen weiterhin von den Rechten gemäß § 20 Abs. 3 GewO 1994 Gebrauch gemacht werden kann. Gewerbebetriebe, die von Personen geführt werden, welche die Meisterprüfung erfolgreich absolviert haben, sollen daher auch in Zukunft die Bezeichnung „Meister“, „Meisterbetrieb“ und Worte ähnlichen Inhalts verwenden und das Gütesiegel „Meisterbetrieb“ führen dürfen. Auch das Entstehen von Verwaltungslasten wird damit vermieden, da bestehende Meisterbetriebe damit die Möglichkeit haben, ihre Firmenbezeichnungen und Geschäftspapiere weiter zu verwenden

Veraltete Techniken
Während vor allem Pressefotografen seit Jahren eine Öffnung forderten, wehrte sich die 3.000 Mitglieder umfassende Berufsinnung bis zuletzt gegen eine Öffnung, wie der „Kurier“ am Wochenende berichtete. Sie befürchte unter anderem einen Preiswettbewerb und ein Ende der Lehrlingsausbildung. Bei der Prüfung müssen Anwärter dagegen mit Fachkameras und auf Film fotografieren und die Bilder selbst im Labor entwickeln.