Geringe Exportorientierung im Gewerbe

23. April 2012 Drucken

Laut aktueller Erhebung der KMU Forschung Austria haben die österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe 8,2 % ihres Jahresumsatzes 2011 im Ausland erzielt. Bei einem Gesamtumsatz von 75,6 Milliarden Euro lag das Exportvolumen bei 6,2 Milliarden Euro. Vorarlberg führt dabei in der Exportliste der Bundesländer. Unter den Branchen sind die Kunsstoffverarbeiter am stärksten jenseits der heimischen Grenzen […]

Laut aktueller Erhebung der KMU Forschung Austria haben die österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe 8,2 % ihres Jahresumsatzes 2011 im Ausland erzielt. Bei einem Gesamtumsatz von 75,6 Milliarden Euro lag das Exportvolumen bei 6,2 Milliarden Euro. Vorarlberg führt dabei in der Exportliste der Bundesländer. Unter den Branchen sind die Kunsstoffverarbeiter am stärksten jenseits der heimischen Grenzen engagiert.

Die Exporte werden allerdings von nur wenigen Unternehmen getragen. Lediglich 13 % der Gewerbe- und Handwerksbetriebe sind auch im Ausland aktiv. Das Gewerbe und Handwerk zeichnet sich durch qualitativ hochwertigste Produkte und Dienstleistungen mit generell sehr guten Chancen auf internationalen Märkten aus. Diese Chancen werden aber sowohl regional als auch branchen-spezifisch sehr unterschiedlich genutzt.

Exportmeister Vorarlberg
Im Bundesländerranking führt Vorarlberg, wo 33 % der Betriebe eine durchschnittliche Exportquote von 25,2 % erreichen. Demgegenüber sind z. B. im Burgenland nur 5 % der Betriebe exportorientiert. Eine noch größere Bandbreite zeigt sich nach Branchen. So erwirtschaften z. B. 75 % der Kunststoffverarbeiter 37,6 % ihres Umsatzes im Ausland. Bei den Tischlern exportieren hingegen lediglich 23 % der Betriebe, im Bekleidungsgewerbe sind es 18 % und im Baugewerbe nur 5 %.