S&P hebt Kreditwürdigkeit von Griechenland an

03. Mai 2012 Drucken

(03.05.2012) London/APA –  Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit von Griechenland nach dem abgeschlossenen Anleihentausch wieder angehoben. Die Kreditwürdigkeit werde um vier Noten auf „CCC“ angehoben, teilte S&P am Mittwoch in London mit. Damit bleiben griechische Anleihen allerdings weiterhin eine hochspekulative Anlage. Zuvor hatte S&P von einem teilweisen Kreditausfall („SD“) gesprochen. Die […]

(03.05.2012) London/APA –  Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit von Griechenland nach dem abgeschlossenen Anleihentausch wieder angehoben. Die Kreditwürdigkeit werde um vier Noten auf „CCC“ angehoben, teilte S&P am Mittwoch in London mit. Damit bleiben griechische Anleihen allerdings weiterhin eine hochspekulative Anlage. Zuvor hatte S&P von einem teilweisen Kreditausfall („SD“) gesprochen. Die Agentur hatte im März angekündigt, dass Griechenland nach Abschluss des Anleihentauschs mit dieser Note bewerten zu wollen. Griechenland hatte den Umtausch von Anleihen, die nicht nach griechischem Recht begeben worden sind, erst in der vergangenen Woche abgeschlossen.

Der Ausblick für das neue Rating sei stabil, hieß es weiter. Damit dürfte die Kreditbewertung zunächst nicht mehr verändert werden. S&P verweist auf das Bekenntnis der Regierung in Athen zu einer Verbesserung der haushaltspolitischen Lage. Allerdings stehe das Land weiter vor großen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen.
Mit Fitch hatte bereits eine der großen US-Ratingagenturen die Bonität Griechenlands als Reaktion auf den Schuldenschnitt angehoben. Die Kreditwürdigkeit des Euro-Mitglieds wurde von Fitch Mitte März um vier Noten von „restricted default“ auf „B-“ erhöht.