Vorarlberg: "Vlotte" brachte 357 E-Autos auf Straße

04. Mai 2012 Drucken

Bregenz/APA – 357 auf die Straße gebrachte Elektrofahrzeuge, 2,5 Millionen zurückgelegte Kilometer und eine Einsparung von mehr als 400 Tonnen Kohlendioxid – das sind einige der Zahlen, die die Verantwortlichen des Vorarlberger Elektromobilitätsprojekts „Vlotte“ zum Abschluss der dreijährigen Pilotphase der Öffentlichkeit präsentierten. Die gesteckten Ziele seien zum Großteil erreicht bzw. sogar noch übertroffen worden, erklärten […]

E-Mobilität, Vlotte, Newsroom von Erste Bank und Sparkasse

Vlotte wird auch in Zukunft über Zahl- und Gratisdienste aktiv bleiben. (c) Vlotte

Bregenz/APA – 357 auf die Straße gebrachte Elektrofahrzeuge, 2,5 Millionen zurückgelegte Kilometer und eine Einsparung von mehr als 400 Tonnen Kohlendioxid – das sind einige der Zahlen, die die Verantwortlichen des Vorarlberger Elektromobilitätsprojekts „Vlotte“ zum Abschluss der dreijährigen Pilotphase der Öffentlichkeit präsentierten.

Die gesteckten Ziele seien zum Großteil erreicht bzw. sogar noch übertroffen worden, erklärten Robert Thaler vom zuständigen Ministerium und Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. Die Region Rheintal war Ende 2008 als erste von insgesamt acht Modellregionen für das Projekt „Elektromobilität“ des Klima- und Energiefonds ausgewählt und mit 4,7 Millionen Euro an Fördermitteln ausgestattet worden.

Gespeist über zusätzliche erneuerbare Energiequellen
2010 wurden der „Vlotte“ weitere 551.000 Euro zugestanden. Nach Angaben von Illwerke/VKW-Vorstand Christof Germann hat auch der Vorarlberger Energieversorger eine Million Euro in das Projekt investiert. Germann verwies darauf, dass die gesamte für das Projekt benötigte Energie über zusätzliche erneuerbare Energieträger gewonnen wurde. Dazu errichtete der Illwerke/VKW-Konzern drei Photovoltaikanlagen mit einer Nutzfläche von 757 Quadratmeter und ein Kleinwasserkraftwerk. Mit 120 Stromstellen wurde eine flächendeckende Ladeinfrastruktur geschaffen, außerdem wurde auch ein drei Stationen umfassendes Schnellladenetz installiert. Keinen Anklang fand hingegen das Vorhaben, an Verkehrsknoten und in Regionen mit hoher touristischer Infrastruktur sogenannte Mobilitäts-Hubs mit E-Autos, E-Rädern und E-Rollern zum Ausleihen einzurichten. So sei die Nachfrage in Lech gering und in Bregenz gar nicht vorhanden gewesen.

Kontinuität gesucht
Das Projekt „Vlotte“ werde auch nach dem nunmehrigen Ende der Förderphase fortgeführt, betonte Germann. Künftig werde es eine Unterteilung in unentgeltliche Leistungen – wie etwa die Beratung über E-Autos – geben, aber auch kostenpflichtige Angebote. Dazu gehört etwa die Benützung der Ladestationen. Germann bekannte auch, dass mit dem Einstellen der Förderung die Zahl der neu angemeldeten E-Fahrzeuge „nachgelassen“ habe. Er setzte aber Hoffnungen in den Bereich der Lieferfahrzeuge, der weiter finanziell unterstützt wird.

Leitprojekt in Europa
Höbarth lobte „Vlotte“ als europaweit bekanntes Projekt, in dessen Rahmen man wertvolle Erfahrungen gesammelt habe. So sei es etwa nur dann sinnvoll, auf Elektromobilität zu setzen, wenn diese mit zusätzlich gewonnener Energie aus erneuerbaren Energieträgern betrieben werde. Illwerke/VKW-Vorstandsvorsitzender Ludwig Summer hoffte auf eine künftige Verbilligung der E-Fahrzeuge. Es sei davon auszugehen, dass die Elektromobilität zur Eindämmung des Individualverkehrs in den Innenstädten ein taugliches Mittel sein könne, sagte Summer.

Acht Modellregionen in Österreich
Im Verkehrsbereich steigen die Treibhausgasemissionen in Österreich stetig an. „2.750 Gigawattstunden Energie – das entspricht rund einem Drittel des Gesamtenergieverbrauchs – wurden im Jahr 2010 alleine in Form von Treibstoffen für Kraftfahrzeuge in Vorarlberg verbraucht. Die verkehrsbedingten Emissionen sollen laut ‚Weißbuch Verkehr‘ bis 2050 um 60 Prozent reduziert werden. Der Klima- und Energiefonds geht hier sogar noch einen Schritt weiter. Bis 2050 muss der Verkehr frei von Treibhausgasen sein – nur so kann dem Klimawandel entgegen gewirkt werden und Energie leistbar bleiben. Daher fördert der Klima- und Energiefonds seit seiner Gründung 2007 intelligente Verkehrskonzepte und klimaverträgliche Mobilität – mit insgesamt 193 Millionen Euro.  Derzeit unterstützt der Klima- und Energiefonds acht Modellregionen E-Mobilität.