Einführungsverordnung will bis 2019 Smart Metering für alle Stromabnehmer verfügbar machen

15. Mai 2012 Drucken

Netzbetreiber müssen Zählpunkte als intelligente Messgeräte ausstatten. Die , mit der die Einführung intelligenter Messgeräte festgelegt wird, wurde am 24. April 2012 im Bundesgesetzblatt II Nr. 138/2012 veröffentlicht. Die Einführungsverordnung sieht Smart Meter für 95 Prozent aller Kunden bis 2019 vor. Mit Smart Metering können sich Konsumenten erstmals zeitnah über ihren tatsächlichen Energieverbrauch oder auch Energieproduktion der eigenen PV-Anlage informieren. Information über aktuellen […]

Netzbetreiber müssen Zählpunkte als intelligente Messgeräte ausstatten. Die , mit der die Einführung intelligenter Messgeräte festgelegt wird, wurde am 24. April 2012 im Bundesgesetzblatt II Nr. 138/2012 veröffentlicht. Die Einführungsverordnung sieht Smart Meter für 95 Prozent aller Kunden bis 2019 vor. Mit Smart Metering können sich Konsumenten erstmals zeitnah über ihren tatsächlichen Energieverbrauch oder auch Energieproduktion der eigenen PV-Anlage informieren.

Information über aktuellen Energievernbrauch
Mit den intelligenten Strommessgeräten, den sogenannten „smart meters“  werden erstmals Konsumenten und Unternehmen in die Lage versetzt, sich zeitnah über ihren Energieverbrauch zu informieren. Smart Metering bieten den Kunden nicht nur die Möglichkeit, den aktuellen Energieverbrauch jederzeit abzurufen, sondern dadurch können auch sehr gezielt Maßnahmen ergriffen werden, um den Energieverbrauch zu senken. Der Stromabnehmer  ist imstande, den Energieverbrauch regelmäßig zu kontrollieren, zu steuern und somit sein Verbrauchsverhalten entsprechend anzupassen.

Dezentrale Netzeinspeisungen werden erleichtert
Auch die Netzbetreiber profitieren von der Einführung von Smart Meter und dabei in erster Linie durch Effizienzsteigerungen im Netzbetrieb, besonders bei aufwandsintensiven Geschäftsprozessen wie Ablesung, Abrechnung, Übersiedlungen sowie bei der Abwicklung von Ein-/Abschaltung der Anlagen.

Inhalt der Verordnung
 Jeder Netzbetreiber muss in folgenden Zeiträumen eine bestimmte Anzahl der an ihr/sein Netz angeschlossenen Zählpunkte als intelligente Messgeräte ausstatten:

  • bis Ende des Jahres 2015 mindestens 10 Prozent der Zählpunkte,
  • bis Ende des Jahres 2017 mindestens 70 Prozent der Zählpunkte und
  • bis Ende des Jahres 2019 mindestens 95 Prozent der Zählpunkte (im Rahmen der technischen Machbarkeit).


Intelligente Messgeräte

Intelligente Messgeräte sind technische Einrichtungen, die den tatsächlichen Energieverbrauch und Nutzungszeitraum zeitnah messen und über eine fernauslesbare, in beide Richtungen funktionierende Datenübertragung verfügen.

Verbauchsinformation für Kunden
Netzbetreiber müssen Endverbraucherinnen/Endverbraucher zeitnah über den Einbau eines intelligenten Messgerätes sowie die damit verbundenen Rahmenbedingungen informieren.

Berichtspflichten von Netzbetreibern
Netzbetreiber müssen dem Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie der E-Control die aktuellen Projektpläne über die Einführung von intelligenten Messgeräten sowie jeweils zum 31. März eines Kalenderjahres einen Bericht über den Fortschritt der Installation von intelligenten Messgeräten, zu den angefallenen Kosten, zu den bei der Installation gemachten Erfahrungen, zum Datenschutz, zur Verbrauchsentwicklung bei den Endverbraucherinnen/Endverbrauchern und zur Netzsituation in einer von der E-Controlvorzugebenden Form übermitteln.

Überwachungspflichten
Die E-Control überwacht die Einführung intelligenter Messgeräte durch die Netzbetreiberinnen/Netzbetreiber. Außerdem muss die E-Control auf der Grundlage der Berichte der Netzbetreiberinnen/Netzbetreiber einen jährlichen Bericht zur Einführung von intelligenten Messgeräten erstellen und veröffentlichen.