Salzburger sorgen mit monatlich 174 Euro für Lebensabend vor

09. August 2012 Drucken
Salzburger sorgen mit monatlich 174 Euro für Lebensabend vor
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Die Österreicher wissen Sicherheit und Stabilität im eigenen Land sehr zu schätzen und reflektieren das auch in ihrer eigenen Einstellung zu Finanzen und Vorsorge. Das zeigt die aktuelle Studie „Vorsorgetrends 2012“ von GfK Austria im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen.  82% der Salzburger halten private Vorsorge für ein wichtiges Thema und verstehen […]

Die Österreicher wissen Sicherheit und Stabilität im eigenen Land sehr zu schätzen und reflektieren das auch in ihrer eigenen Einstellung zu Finanzen und Vorsorge. Das zeigt die aktuelle Studie „Vorsorgetrends 2012“ von GfK Austria im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen. 

82% der Salzburger halten private Vorsorge für ein wichtiges Thema und verstehen die Vorsorge vor allem als finanzielle Absicherung für ihre späten Lebensjahre. Für 65% dieser vorsorgebereiten Salzburger steht dabei das Aufrechterhalten des gewohnten Lebensstandards an erster Stelle, gefolgt von der Sorge, dass die staatliche Pension einmal nicht ausreichen wird (51%).

Wunsch nach mehr

Bei der Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen Vorsorge weichen die Salzburger etwas vom österreichischen Durchschnitt ab: Während die Salzburger in höherem Maße zufrieden sind (53%) als die übrigen Österreicher (43%), sind sie doch im selben Ausmaß unzufrieden (20%) wie der Rest von Österreich (20%). Zufriedener im Vergleich zu Gesamtösterreich zeigen sich die Befragten in Salzburg mit der „Höhe ihres Ersparten“: Knapp jeder zweite Salzburger (47%) ist damit zufrieden – knapp jeder Vierte zeigt sich aber unzufrieden, und 30% ist sich unsicher oder kann dazu überhaupt keine Meinung äußern. Mit seinem aktuellen Einkommen ist jeder Zweite (50%) in Salzburg zufrieden.

Es gibt bei Vorsorgebeträgen noch Luft nach oben

Eine deutliche Sprache spricht die durchschnittliche Höhe der Vorsorgebeträge, die monatlich aufgewendet werden: Während die Österreicher im Durchschnitt monatlich mit bis zu 124 Euro für sich selbst finanziell vorsorgen, tun die Salzburger das im Schnitt nur mit 105 Euro. Für den Partner ist man bereit nochmals 69 Euro monatlich zu investieren (Österreich: 81 Euro). Die Bereitschaft zur finanziellen Vorsorge für den Partner ist bei Salzburgern generell etwas schwächer ausgeprägt: 39% sorgen für sich selbst vor (Gesamtösterreich: 37%), 26% auch für ihren Partner (Gesamtösterreich: 30%). Die Lebensversicherung wird lediglich von 17% der befragten Salzburger (Österreich: 24%) als wichtigstes langfristiges Vorsorgeprodukt gesehen, aber am Dauerbrenner Sparbuch wird weiterhin nicht gerüttelt. Für 40% ist dieses eine wichtige Form der finanziellen Absicherung (Gesamtösterreich: 38%). Grundsätzlich sollten drei Monatsgehälter als finanzielle Basis zur Verfügung stehen. Damit ist man für kurzfristige Engpässe auf jeden Fall gut abgesichert. 16% der Salzburger geben an, dass sie die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge für wichtig halten.
Wenige Unterschiede zeigen sich bei der Frage, wer finanzielle Entscheidungen trifft. Wie auch der Rest unseres Landes, treffen die Salzburger gerne ihre finanziellen Entscheidungen persönlich. Das gilt nicht nur für das Thema „Vorsorge“ (61% gegenüber 50% in Gesamtösterreich), sondern auch für den „täglichen Konsum“ (48% gegenüber 52% in Gesamtösterreich). Lediglich bei „größere Anschaffungen“ (59% gleich zu Gesamtösterreich) bespricht man sich dann doch lieber vorher mit dem Partner.

Die Prioritäten der Salzburger
Ähnlich wie in Gesamtösterreich zeigen sich in Salzburg auf den ersten beiden Plätzen eine „ausgeglichene Work-Life Balance“ (65%) und „spannende berufliche Aufgaben“ (51%) als wichtigste berufliche Themen der nächsten zwei bis fünf Jahre. Erst dahinter rangieren Themen wie der „sichere Arbeitsplatz“ (47%) oder die „Beförderung bzw. Weiterentwicklung“ mit 38%. Die „Möglichkeit zur Gestaltung des beruflichen Umfelds“ finden immerhin noch 33% attraktiv. „Reich zu werden“ ist hingegen lediglich für 19% ein verfolgbares Ziel. Gerade bei diesem Punkt zeigen sich die Salzburger etwas weniger ehrgeizig als der Rest von Österreich, wo immerhin 26% Wohlstand als Ziel angeben.

Pflege ist immer noch Randthema

An die Pflege im Alter denken noch die wenigsten in Salzburg, und das, obwohl jeder Fünfte (21%) zugibt, davor Angst zu haben. Der Rest von Österreich zeigt ähnliche Ergebnisse. Die Berührungsängste beim Thema „Pflegebedürftigkeit“ sind in Salzburg ähnlich hoch ausgeprägt wie österreichweit. Sechs von zehn Salzburgern (60%), für die Vorsorge nicht nur Pflegevorsorge bedeutet, möchten sich mit dem Thema Pflegevorsorge jetzt noch nicht befassen. Österreichweit vertreten 51% diesen Standpunkt. Der Grund dafür könnte einerseits darin liegen, dass 48% der befragten Salzburger angeben vom Thema Pflege nicht betroffen zu sein (55% in Österreich) und andererseits handelt es sich hier um ein unangenehmes Thema, das man gern verdrängt. Dass die Pflege einmal im Familienumfeld erfolgen wird glauben lediglich 10% in Salzburg. Im Rest von Österreich glauben das immerhin 16%, und 14% hoffen auf staatliche Unterstützung (Salzburg: 9%). Außerdem ist man sich bereits bewusst, dass die Vorsorge für den Pflegefall möglichst rechtzeitig erfolgen sollte. Kein Befragter in Salzburg war der Meinung, dass die Pflegevorsorge nur ältere Menschen betreffe (Österreich: 4%). Die Bereitschaft zur finanziellen Vorsorge korrespondiert allerdings nur wenig mit dieser Einstellung, denn die Salzburger wären allenfalls bereit, rund 21 Euro im Monat für Pflegevorsorge zu investieren. Damit liegen sie noch um vier Euro hinter dem österreichischen Durchschnitt.

Zur Studie: s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut GfK mit einer Online-Befragung zu den Vorsorgetrends 2012. Im Mai 2012 beantworteten 1.000 Personen zwischen 15 und 65 Jahren Fragen zum Thema Vorsorge, Produkte und Einstellungen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren