Fremdwährungskredite: 2,9 % Fixzinsangebot für Umstieg auf Euro-Finanzierung

17. August 2012 Drucken
Fredmwährungen, Konvertierung, Umstieg, Newsroom von Erste Bank und Sparkasse

Eine mögliche Aufwertung des CHF lässt eine Konvertierung in Euro ratsam erscheinen. © low500 / pixelio.de

Jeder 7. Kreditnehmer der Erste Bank hat seinen Fremdwährungskredit konvertiert. Außerdem haben rund 1.500 Kreditnehmer ihren Vertrag von endfällig auf tilgend umgestellt. Eine Reaktion scheint angebracht. Neben der neuen Zinssituation ist es vor allem der Mindestwechselkurs des Schweizer Frankens, der sich bald verändern und damit nachteilig für Fremdwährungs-kreditnehmer wirken könnte. Die Erste Bank bietet einen Umstieg mit einem 10jährigen Fixzinskredit zu 2,9 % jährlich an. 

 Umstieg empfohlen

Seit Herbst 2011 rät die Erste Bank Kunden, die einen Schweizer Franken-Kredit haben, zu einem Kurswechsel. Den Kreditnehmern wurde in Beratungsoffensiven ein Wechsel vom schwankenden Frankenkredit in einen fixverzinsten oder gedeckelten Euro-Kredit empfohlen. Motivation dafür war und ist, das doppelte Risiko der Zins- und Währungsschwankungen zu vermeiden.
Aufgrund individueller Beratungsgespräche haben bereits über 2.500 Kundinnen und Kunden den Weg aus der Fremdwährungsfinanzierung gewählt. Das entspricht einem Kreditvolumen von rund € 400 Mio. Zusätzlich haben rund 1.500 Fremdwährungskreditnehmer die Umstellung vom endfälligen in einen tilgenden Kredit vorgenommen (€ 270 Mio.), um dadurch die Risiken der Kredittilgungsträger hinsichtlich Performance zu verringern. Zusammen hat damit bereits ein Viertel aller Kundinnen und Kunden reagiert.

Fixzinsangebot auf zehn Jahre mit 2,9 Euro jährlich

Aufgrund der neuen Zinssituation bietet die Erste Bank nun ein neues Angebot zur Konvertierung. Angeboten wird ein 10-jähriger, garantierter, fixer Zinssatz für einen tilgenden EURO-Kredit von 2,9% jährlich. Die Kreditumstellung ist kostenlos und es  fallen keine Spesen und Gebühren an.

CHF lässt Änderungen erwarten

Neben der neuen Zinssituation ist es vor allem der Mindestwechselkurs des Schweizer Frankens, der sich bald verändern und damit nachteilig für Fremdwährungskreditnehmer wirken könnte. Denn eine deutliche Verschärfung der Verschuldungskrise in der Eurozone könnte die Nachfrage nach Schweizer Franken als sichere Anlage enorm steigern. Dadurch wäre es für die Schweizerische Nationalbank (SNB) schwer, den Mindestwechselkurs von 1,20 zu verteidigen. Dies wurde auch schon durch den SNB-Präsidenten Thomas Jordan anlässlich eines Mediengesprächs in Bern am 14. Juni 2012 bestätigt: „weitere Erschütterungen an den Finanzmärkten“ könnten, so Jordan, „Auswirkungen auf die Durchsetzung des Mindestkurses“ haben“.
Damit würde der Euro / Franken-Wechselkurs aller Voraussicht nach deutlich unter 1,20 notieren. Die Erste Bank rät jedem Kunden, über eine Umstellung vom endfälligen auf einen tilgenden Kredit nachzudenken. Nähere Informationen für betroffene Kunden sind ab heute unter www.erstebank.at/fremdwaehrungskredite zu finden.

Facts & Figures zu den Frankenkrediten

In Österreich ist noch immer fast jeder vierte Privatkredit ein Frankenkredit. Insgesamt ist von Privatpersonen ein Volumen von etwa als 34 Milliarden Euro in Schweizer Franken aushaftend. In der Erste Bank haben noch rund 14.000 Privatpersonen einen Fremdwährungskredit mit einem aushaftenden Volumen von rund 2 Milliarden Euro. Das durchschnittlich aufgenommene Kreditvolumen pro Person lag umgerechnet bei rund 150.000 Euro.