Niederösterreich: Studie ortet Wachstumspotenzial im grenzüberschreitenden Raum

24. August 2012 Drucken

Sowohl Wein- als auch das Waldviertel weisen noch gehöriges Wachstumspotential auf. © Peter Smola / pixelio.de Eine relativ stabile wirtschaftliche Situation, aber ein unzureichendes Ausschöpfen vorhandener Wachstumspotenziale, die sich insbesondere durch die Nähe zu Tschechien ergeben: Das ist das Kernergebnis einer aktuellen Studie.  Auftraggeber der Studie „Mittelstandswachstum im grenzüberschreitenden Raum“ war die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), durchgeführt […]

Niederösterreich, KMU, Tschechien, Newsroom der Erste Bank und Sparkasse
Sowohl Wein- als auch das Waldviertel weisen noch gehöriges Wachstumspotential auf. © Peter Smola / pixelio.de

Eine relativ stabile wirtschaftliche Situation, aber ein unzureichendes Ausschöpfen vorhandener Wachstumspotenziale, die sich insbesondere durch die Nähe zu Tschechien ergeben: Das ist das Kernergebnis einer aktuellen Studie.  Auftraggeber der Studie „Mittelstandswachstum im grenzüberschreitenden Raum“ war die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), durchgeführt wurde sie im Rahmen des EU-Projekts „SME AT-CZ Growing Potential“ der Initiative für Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ). Untersucht wurden Wachstumsfaktoren im Wald- und Weinviertel.

Unternehmensentwicklung in der W3-Achse (Hollabrunn, Retz, Znojmo)
Die Unternehmensentwicklung in der Region stellt sich relativ konstant dar.  77 Prozent der Betriebe sind bereits seit mehr als zehn Jahren aktiv. 54 Prozent sind mit der Geschäftslage sehr bis eher zufrieden, 33 Prozent mittelmäßig zufrieden. Bei den Umsätzen konnten 45 Prozent der Betriebe in den letzten drei Jahren Steigerungen verzeichnen (17 Prozent Rückgänge), beim Beschäftigtenstand gab es bei 28 Prozent der Unternehmen Zuwächse (13 Prozent Abbau).

Konstante Entwicklung
Für heuer erwartet rund die Hälfte der Unternehmen eine konstante Entwicklung bei den Umsätzen. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) rechnet 2012 mit Umsatzsteigerungen. Insgesamt 77 Prozent haben zuletzt Investitionen getätigt, wobei mehr als die Hälfte der Investitionen auf Ersatzinvestitionen (Instandsetzungen etc.) entfallen ist, etwas mehr als ein Drittel auf Betriebserweiterungen.

Innovationen wurden in den letzten drei Jahren von 56 Prozent der Unternehmen entwickelt bzw. eingeführt. Knapp die Hälfte entfiel auf Produkt- bzw. Dienstleistungsinnovationen, nicht ganz ein Viertel auf Neuerungen bei der Vermarktungsstrategie.

Wirtschaftskontakte mit Tschechien
Laut Studie haben nur 16 Prozent der Betriebe aus der niederösterreichischen Erhebungsregion Kooperationen mit tschechischen Unternehmen (wobei der tschechische Betrieb meist als Zulieferer fungiert). Nur fünf Prozent geben trotz der geografischen Nähe Tschechien als eines ihrer Hauptabsatzgebiete an. Zum Vergleich: 88 Prozent nennen Niederösterreich einen zentralen Absatzmarkt, 42 Prozent das sonstige Österreich, 12 Prozent Deutschland, zehn Prozent weitere EU-Länder.