Handel: Umsatz in Baumärkten stagniert, Gartenprodukte legen zu

06. September 2012 Drucken

Die Österreicher lieben Ihre Gärten, was auch die heimischen Baumärkte freut. © Rainer Sturm / pixelio.de Die Österreicher lieben ihre Gärten. So wird heute um 33% mehr Geld für Gartenprodukte ausgegeben als noch vor zehn Jahren. Dies ist auch real betrachtet ein gewaltiger Sprung, denn die Inflation betrug in diesem Zeitraum rund 19%, hat das […]

Handel, Baumärkte, Newsroom der Erste Bank und Sparkassen
Die Österreicher lieben Ihre Gärten, was auch die heimischen Baumärkte freut. © Rainer Sturm / pixelio.de

Die Österreicher lieben ihre Gärten. So wird heute um 33% mehr Geld für Gartenprodukte ausgegeben als noch vor zehn Jahren. Dies ist auch real betrachtet ein gewaltiger Sprung, denn die Inflation betrug in diesem Zeitraum rund 19%, hat das Consultingunternehmen RegioPlan herausgefunden. Dieser Ausgabensprung kann durch verschiedene Trends und Phänomene erklärt werden, die Namen wie Outdoor-Living und Zurück-zur-Natur, Urban Gardening, Nachbarschaftsgärten oder Guerilla Gardening tragen. Von all diesen Phänomenen profitieren auf jeden Fall auch die Bau- und Gartenmärkte, heißt es bei RegioPlan.

Gesamtumsätze der Baumärkte stagnieren
Mit einem nominellen Plus von 2,9% für 2011 konnte der österreichische Baumarktsektor real betrachtet nicht mehr wachsen (Inflation +3,3%). Auch flächenbereinigt gab es einen Rückgang von 1,2%. Insgesamt gibt es österreichweit rund 800 Baumärkte und eine Verkaufsfläche von rund 1,56 Millionen Quadratmetern. Die Expansion ist in diesem Sektor weitgehend abgeschlossen. Punktuell werden noch Flächen vergrößert und die Sortimente angepasst.

Multi-Channeling ist für Baumärkte noch ein Fremdwort
Obi ist die einzige Baumarktkette in Österreich, die über einen Onlineshop verfügt. Rund 9.000 Produkte werden hier angeboten. Dass die österreichische Baumarktbranche nur sehr zögerlich ist, wenn es um das Onlinegeschäft geht, verwundert Konsumenten und Experten zugleich. Die finanziellen Aufwände für die Einrichtung und die Pflege von Onlineshops mit Tausenden von Produkten sind sicher immens. Allerdings gibt es kaum noch Produkte, die nicht multi-channeling-tauglich wären.