NEWSROOM-Wissen: Versicherungsschutz – wenn Mitarbeiter ihren Führerschein verlieren

07. September 2012 Drucken

Kfz-Versicherung verlangen, dass Fahrzeuge nur mit gültigem Führerschein gefahren werden dürfen. Bei Firmen, die Fahrzeuge an Beschäftigte überlassen, wird dies üblicherweise bei der Erstübergabe des Fahrzeugs geprüft. Alkohol am Steuer, Überschreiten der Höchst-geschwindigkeit, Führerscheinpunkte etc., können zu einem Führerscheinentzug führen, ohne dass dies dem Arbeitgeber gemeldet wird. Wird das Fahrzeug ohne Führerschein weiter benutzt und […]

Unternehmen müssen bei Unfällen mit ihren Dienstautos nachweisen, dass sie vom Führerscheinentzug des Mitarbeiters nichts wussten. © Arno Bachert / pixelio.de

Kfz-Versicherung verlangen, dass Fahrzeuge nur mit gültigem Führerschein gefahren werden dürfen. Bei Firmen, die Fahrzeuge an Beschäftigte überlassen, wird dies üblicherweise bei der Erstübergabe des Fahrzeugs geprüft. Alkohol am Steuer, Überschreiten der Höchst-geschwindigkeit, Führerscheinpunkte etc., können zu einem Führerscheinentzug führen, ohne dass dies dem Arbeitgeber gemeldet wird. Wird das Fahrzeug ohne Führerschein weiter benutzt und kommt es zu einem Unfall, muss das Unternehmen nachweisen, dass es nichts vom Führerscheinverlust wissen konnte, heißt es in einer Publikation des .

Unternehmer muss Schuldlosikgkeit beweisen

Sofern der Versicherungsnehmer/Fahrzeughalter nicht wusste, dass sich der Lenker nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins befindet, muss er seine Schuldlosigkeit beweisen! Bei Überlassung des Fahrzeugs ist der Fahrzeughalter zur Überprüfung des Führerscheins verpflichtet. Während des aufrechten Benützungsverhältnisses sind laut OGH laufende Kontrollen nicht zumutbar, außer es liegt ein entsprechender Verdacht vor. Der Fahrzeughalter wird daher beweisen müssen, dass er keinen Verdacht des Fehlens der Lenkerberechtigung haben konnte. Hat er sich aber über Verdachtsmomente  schuldhaft hinweggesetzt, können Leistungsfreiheit bzw. ein voller Regress des Versicherers die Folgen sein. Der Versicherer muss hingegen Deckung gewähren, wenn der Versicherungsnehmer/Fahrzeughalter vom Verhalten seines Lenkers nichts wusste oder wissen musste.

Tipps:

  •  Bei erstmaliger Inanspruchnahme eines Firmenfahrzeugs hat der Lenker den Nachweis in Form einer Führerscheinkopie zu erbringen.
  • Der Mitarbeiter muss unterfertigen, dass kein Firmenfahrzeug benutzt werden darf, wenn er keine aufrechte Lenkberechtigung besitzt.
  • In dieser Dienstanweisung kann darauf hingewiesen werden, dass, sollte der Dienstnehmer das Dienstfahrzeug ohne aufrechte Lenkerberechtigung trotzdem benützen, er mit einem Regress durch die Versicherung bzw. den Arbeitgeber rechnen muss.
  • Der Entzug der Lenkerberechtigung ist dem Dienstgeber unverzüglich zu melden.
  •  Die Kopie des Führerscheins und der unterfertigten Dienstanweisung wird im Personalakt abgelegt.

Quelle: GrecO