Salzburger KMU bleiben zuversichtlich: 40 % haben 2012 neue Mitarbeiter eingestellt

01. Oktober 2012 Drucken

Die Salzburger Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft, wie eine aktuelle Umfrage von IMAS im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen belegt. Die repräsentative Studie hat Stimmungslage und Erwartungen von Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) mit einem Jahresumsatz zwischen 1,5 und 175 Mio. EUR in ganz Österreich erfasst. Die Ergebnisse für Salzburg zeigen, dass – mit […]

Salzburger KMU, Salzburger Mittelstand, Newsroom von Erste Bank und Sparkassen

Salzburger Unternehmen hegen zunehmend Expansionspläne. © Paul-Georg Meister / pixelio.de

Die Salzburger Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft, wie eine aktuelle Umfrage von IMAS im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen belegt. Die repräsentative Studie hat Stimmungslage und Erwartungen von Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) mit einem Jahresumsatz zwischen 1,5 und 175 Mio. EUR in ganz Österreich erfasst. Die Ergebnisse für Salzburg zeigen, dass – mit steigender Tendenz – derzeit 56 % der Salzburger Unternehmer ihrem Betrieb in den nächsten drei bis fünf Jahren eine unverändert stabile Geschäftsentwicklung prognostizieren und 41 % an ein deutliches Wachstum glauben. Überdurchschnittliche 40 % haben 2012 sogar die Mitarbeiterzahl erhöht. 

40 % haben heuer bereits neue Mitarbeiter eingestellt

71 % der Befragten rechnen mit steigenden Umsätzen, österreichweit überdurchschnittliche 40 % haben 2012 sogar die Mitarbeiterzahl erhöht. Der Finanzierungsbedarf bleibt weiterhin niedrig, lediglich 25 % planen, in den kommenden zwei Jahren einen Kredit für ihr Unternehmen aufzunehmen.

Salzburgs KMUs weiterhin positiv gestimmt

Trotz der Negativmeldungen rund um die europäische Wirtschaft bleiben die Salzburger KMUs positiv gestimmt. 56 % glauben an eine stabile Marktposition des eigenen Betriebes, das sind 7 % mehr als im vergangenen Jahr, und 41 % (minus 4 %) erwarten eine deutlich gestärkte Marktposition.  Trotz Krisenprognosen rechnen die Unternehmer weiterhin mit Wachstum und einer stabilen wirtschaftlichen Situation ihres Betriebes.

 Die Ziele und Erfolgsrezepte in den nächsten drei bis fünf Jahren

Als Erfolgsrezepte für die Zukunft werden in Salzburg ganz besonders die Modernisierung des Betriebes und Kooperationen mit anderen Firmen angesehen, erst danach folgt mit einigem Abstand die Aufstockung des Personals (46 %). Für drei Viertel der KMUs (75 %) ist also die Modernisierung des Betriebs ein Schlüsselfaktor. Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen, die die eigene Wertschöpfungskette verlängern, wollen immerhin 63 % wachsen. Überraschend sind auch die gestiegenen Expansionspläne: 12 % wollen neue Standorte in Österreich bzw. 11 % im Ausland gründen. Deutlich gesunken sind die Bestrebungen, Betriebe zu verkleinern (9 %) oder den Betrieb zu verkaufen (1 %).

Stabile Personalsituation

Die Frage nach der Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter zeigt für Salzburg eine im Bundesländervergleich sehr stabile Situation. Für jeweils mehr als die Hälfte der Betriebe hat sich der Personalstand im vergangenen Jahr nicht verändert (53 %) und wird sich auch im kommenden Jahr nicht ändern (62 %). 40 % gaben an, im letzten Jahr ihren Personalstand erhöht zu haben bzw. ein Drittel der Salzburger KMU will im nächsten Jahr seine Personalmenge erhöhen. Eine Reduktion der Mitarbeiter gab es in 7 % der Fälle bzw. hat dies nur 4 % der Unternehmen für das kommende Jahr vor.

Finanzierungsbedarf der Salzburger KMUs gesunken

Die Modernisierungs- und Erweiterungspläne wollen die Salzburger KMUs aber hauptsächlich aus eigener Kraft umsetzen und organisch wachsen. Insgesamt sehen nur mehr 25 % der Betriebe in den nächsten zwei Jahren einen Finanzierungsbedarf in Form eines Bankkredits. Die geschätzte Kredithöhe liegt bei knapp der Hälfte der Betriebe mit Finanzierungsbedarf unter 500.000 EUR. Diese Mittel sollen hauptsächlich zur Modernisierung (61 %) eingesetzt werden, mit großem Abstand folgen Kundengewinnung sowie Rationalisierungsmaßnahmen (jeweils 16 %). Die Kapitalbeschaffung über eine Stärkung der Eigenmittel zu erzielen, kommt in Salzburg für knapp die Hälfte der Unternehmer (45 %) in Frage.