Steuerrechtliche Anforderungen an elektronische Rechnungen werden praktikabler

19. Oktober 2012 Drucken

Das am Dienstag, den 16. Oktober 2012 im Ministerrat beschlossene Abgabenänderungsgesetz erlaubt Unternehmen die Übermittlung von Rechnungen per Email. Bislang war dies nur unter Verwendung einer speziellen Signatursoftware erlaubt. Wenn der Gesetzwerdungsprozess wie geplant abläuft, werden die Bestimmungen ab 1. Jänner 2013 gelten.   Aktuelle Rechtslage Derzeit ist die Übermittlung von Rechnungen per E-Mail nur […]

Umsatzsteuer 2012, Rechnungslegung 2012, Newsroom von Erste Bank und Sparkassen, Josef Ruhaltinger

Ab 1. Jänner wird die Ausstellung elektronischer Rechnung ohne elektronische Signatur erlaubt. © Michael Staudinger / pixelio.de

Das am Dienstag, den 16. Oktober 2012 im Ministerrat beschlossene Abgabenänderungsgesetz erlaubt Unternehmen die Übermittlung von Rechnungen per Email. Bislang war dies nur unter Verwendung einer speziellen Signatursoftware erlaubt. Wenn der Gesetzwerdungsprozess wie geplant abläuft, werden die Bestimmungen ab 1. Jänner 2013 gelten.  

Aktuelle Rechtslage

Derzeit ist die Übermittlung von Rechnungen per E-Mail nur dann erlaubt, wenn die Übermittlung mittels fortgeschrittener Signatur iSd Signaturgesetzes oder mittels Elektronischem Datenaustausch (EDI) erfolgt. Alternativ kann der Unternehmer die Rechnung mittels Rechnung auf Papier bzw. mittels Fax übermitteln. Dies führt in der Praxis zu sehr hohen Kosten und verursacht hohen Verwaltungsaufwand.
Die elektronische Rechnung wurde, aufgrund der hohen technischen Anforderungen, in der Praxis von sehr wenigen Unternehmern angenommen.

Was ist neu?

  • Unternehmer dürfen ab 2013 (aufgrund einer RL-Vorgabe) die Rechnung per E-Mail (wenn der Empfänger der Rechnung zustimmt) oder als E-Mail-Anhang, Web-Download, PDF oder Textdatei übermitteln.
  • Voraussetzung ist, dass der Unternehmer ein innerbetriebliches Steuerungsverfahren anwendet. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass der Unternehmer innerbetrieblich nachweislich zu überprüfen hat, ob der Zahlungsanspruch zu Recht besteht. Dies kann zB durch Vergleich des Lieferscheins mit der Rechnung bzw. Bestellung erfolgen.
  • Die anderen Übermittlungswege – Papier, mittels Signatur iSd Signaturgesetzes oder mittels Elektronischem Datenaustausch (EDI) – sind weiterhin möglich.
  • Durch diese neue Übermittlungsschiene werden die Verwaltungs- und Übermittlungskosten der Unternehmer massiv gesenkt.
  •  Mit dieser Richtlinienumsetzung wird einer langjährigen Forderung der Wirtschaft nachgekommen.

Inkrafttreten: 1. Jänner 2013