Freizeit-Monitor 2012: Medien bestimmen den Alltag

23. Oktober 2012 Drucken

Fernsehen bestimmt nach wie vor die Freizeit der Österreicher. Zu diesem Ergebnis kommt der Freizeit-Monitor 2012, den das  der Fachhochschule Salzburg in Wien präsentiert hat. Neben dem TV-Konsum – 94 % schauen regelmäßig, zumindest einmal die Woche in die „Röhre“ – bestimmen großteils die Medien den Alltag der Menschen. 89 % telefonieren von zu Hause aus, […]

Fernsehen wird zum "sekundären" Medium: Auch in AUT läuft das TV zunehmend nebenbei, dafür den ganzen Tag. © Fox

Fernsehen bestimmt nach wie vor die Freizeit der Österreicher. Zu diesem Ergebnis kommt der Freizeit-Monitor 2012, den das  der Fachhochschule Salzburg in Wien präsentiert hat. Neben dem TV-Konsum – 94 % schauen regelmäßig, zumindest einmal die Woche in die „Röhre“ – bestimmen großteils die Medien den Alltag der Menschen. 89 % telefonieren von zu Hause aus, immerhin hören noch rund 87 % Radio. Sex und Erotik schaffen es bei den Österreichern mit 38 % unter die ersten 15.

TV als Begleitmusik

Bei der Befragung von über 1000 Österreichern ab 14 Jahren stellte sich heraus: Fernsehen wird mehr und mehr sekundär genutzt. Es übernimmt immer mehr die Rolle der „Begleitmusik“. Das TV-Gerät sei zwar ständig an, jedoch widmen sich die User parallel dazu ihren Smartphones und Tablets, sie essen, telefonieren oder bügeln Wäsche.

Kuchen statt Klimmzüge

Sport spielt – trotz Fitness- und Wellness-Boom – eine untergeordnete Rolle in der Freizeitgestaltung. Körpertraining schafft es nicht unter die Top15. Im Gegenzug dazu gibt sich, laut Popp, jeder siebte Österreicher mit großer Begeisterung dem Kaffeehausbesuch hin. Es folgen Internet- bzw. Online-Dienste (45 %) und Spielen mit den Kindern (40 %). Knapp, aber immerhin mit rund 38 % noch unter den ersten 15 rangieren Erotik und Sex.

Digitale Spaltung bleibt

Die Befürchtungen, dass die digitale Spaltung in Österreich größer wird, haben sich verfestigt. Aktuell nutzt mehr als die Hälfte der befragten Männer das Internet, bei den Frauen sind es nur 37 %. Zwei Drittel der Personen mit Matura surfen pro Woche wenigstens einmal im Netz, während nur ein Drittel mit Pflichtabschluss dies tut. Bei der Altersverteilung führen die unter 35-Jährigen die Statistik mit 68 % an. Bei den über 55-Jährigen ist das nur jeder Fünfte.

Gesamtstudie mit deutschem Fokus

Pressemappe zum Download (pdf) sowie weitere Informationen über die Ergebnisse der Befragung in Deutschland, die die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen Hamburg durchgeführt hat, finden Sie hier.