Heimische Exporte gehen schwach in den Herbst

13. November 2012 Drucken

Nach einer deutlichen Beschleunigung schwächte sich das Exportwachstum im August ab. Zurück zu führen war dies vorwiegend auf Exporte von sonstigen Fertigwaren, was vor allem Konsumgüter bedeutet. Die Abschwächung des österreichischen Außenhandels hat sich im September fortgesetzt, wie singeranalytics.com prognostiziert.  Rückgang auch im September In diese Richtung weisen bereits verfügbare Septemberdaten der wichtigsten Exportmärkte. Der massive Rückgang […]

Heimische Exporte wuchsen im August nur mehr um 2,4 Prozent. © Bernd Sterzl / pixelio.de

Nach einer deutlichen Beschleunigung schwächte sich das Exportwachstum im August ab. Zurück zu führen war dies vorwiegend auf Exporte von sonstigen Fertigwaren, was vor allem Konsumgüter bedeutet. Die Abschwächung des österreichischen Außenhandels hat sich im September fortgesetzt, wie singeranalytics.com prognostiziert. 

Rückgang auch im September

In diese Richtung weisen bereits verfügbare Septemberdaten der wichtigsten Exportmärkte. Der massive Rückgang der österreichischen Importe im August ist allerdings vorübergehend, da er im Wesentlichen auf Goldimporte zurück zu führen war.

Exportmärkte

Seit Mitte des letzten Jahres konnte das österreichische verarbeitende Gewerbe die Preisanstiege niedrig halten und wurde nur von der Schweiz unterboten, was wohl auf die Auswirkungen des starken Franken auf die Importpreise zurück zu führen war. Das fast gleiche Bild zeigt sich bei den Exportpreisen. Die Importe aus Österreich blieben aber trotzdem generell hinter der Gesamtentwicklung der Importe in den Abnehmerländern zurück, da Kapitalgüter besonders sensibel auf den Konjunkturzyklus reagieren. Schwächere Importe dreier wichtiger Exportmärkte weisen auf eine weitere Verlangsamung des österreichischen Außenhandels im September hin.

Strukturdaten

Nach Produktkategorien ist Österreich seit 2007 eine bessere Diversifikation seiner Exporte gelungen. Der hohe Anteil des Maschinen- und Fahrzeugbaus ist etwas zurückgegangen, während chemische Erzeugnisse ihren Anteil deutlich steigern konnten. Knapp die Hälfte des Exportwachstum seit 2007 kommt von chemischen Produkten. Nahrungsmittelexporte trugen immerhin noch 15% bei. Anders ist das Bild bei einer Betrachtung nach Ländern. Hier hat sich die Abhängigkeit von Deutschland verstärkt, der Exportanteil ist auf über 30% gestiegen. Italiens Anteil ist deutlich gesunken. Somit kam auch der größte Beitrag zum Exportwachstum aus Deutschland. Der zweitgrößte Beitrag kam von der Schweiz – noch vor China.

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