„Markt start“: bmvit fördert Prototypen bis zur Marktreife mit einer Million Euro

30. November 2012 Drucken

Nicht jeder Prototyp schafft es in Österreich bis zur Marktreife. © Gerd Altmann / pixelio.de Viele junge, innovative Klein- und Mittelbetriebe (KMU) haben hervorragende Ideen. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) investiert alleine heuer rund eine halbe Milliarde Euro in angewandte Forschung und Innovation. Allerdings besteht Unterstützungsbedarf nach Fertigstellung des Prototyps: Nur jede […]

Jungunternehmer, Förderung, Finanzierung, Newsroom der Erste Bank und Sparkasse
Nicht jeder Prototyp schafft es in Österreich bis zur Marktreife. © Gerd Altmann / pixelio.de

Viele junge, innovative Klein- und Mittelbetriebe (KMU) haben hervorragende Ideen. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) investiert alleine heuer rund eine halbe Milliarde Euro in angewandte Forschung und Innovation. Allerdings besteht Unterstützungsbedarf nach Fertigstellung des Prototyps: Nur jede zweite Innovation schafft auch den Schritt auf den Markt. Mit dem Angebot „Markt Start“ soll diese Lücke nun geschlossen werden: mit einer Million Euro in Form eines fast zinsfreien Darlehens ohne Besicherung. 

KMU: Zu wenig Finanzmittel für die Markteinführung von Innovationen 

Junge innovative Unternehmen haben mit Finanzierungslücken und Kreditklemmen zu kämpfen: Banken erkennen den Wert einer Innovation oft nicht und sind durch Basel-III an strenge Kriterien zur Kreditvergabe gebunden. Das WIFO hat in einer Unternehmensumfrage herausgefunden, dass 60 Prozent junger innovativer Unternehmen nicht über ausreichende Finanzmittel zur Markteinführung von Innovationen verfügen. Die Folge sind Probleme bei Vertriebsaufbau, Markterschließung und auch Personalgewinnung. Für die Unternehmen bedeutet das, sie müssen den mühsamen und gefährlichen Weg durch das sogenannte „Valley of Death“ wählen. Jene, die dabei auf der Strecke bleiben, tragen einen enormen Schaden davon, der auch volkswirtschaftlich zu spüren ist: Innovationen, die nicht umgesetzt werden können, bedeuten, dass sowohl Unternehmensinvestitionen als auch Fördergelder verloren gehen und dass Österreich Wachstumsmöglichkeiten und künftige Arbeitsplätze verliert.

Unterstützung für innovative KMU bringt 1.000 neue Jobs jährlich
Hier setzt das bmvit mit „Markt Start“ an: Ein Darlehen mit derzeit ein Prozent Verzinsung löst die Kreditklemme und hilft den Unternehmen, ihre Innovationen auf den Markt zu bringen. Damit geht das bmvit einen Schritt weiter als bisher und fördert nicht nur die Forschungsphase, sondern unterstützt die Unternehmen auch beim Markteintritt. „Markt Start“ ist in ein Bündel an Unterstützungsleistungen eingebettet, über welches das bmvit innovativen Start-ups unter die Arme greift. Das Unterstützungspaket soll dazu beitragen, dass mittelfristig, das heißt in spätestens fünf Jahren, 80 statt bisher 50 Prozent der Innovationen den Markt erreichen sollen. Dadurch werden in den kommenden zehn Jahren jährlich 1.000 neue, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze entstehen, hofft man im Ministerium.