Branchenbericht Bau: Auftragslage und Beschäftigtenstand bleiben stabil

05. Dezember 2012 Drucken

Die Situation im Bausektor ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Die letzten Monate brachten zwar einen leichten Rückgang der Produktion, die aber insgesamt auf hohem Niveau blieb. Das Wachstum verteilt sich gleichmäßig auf die Bundesländer, wobei aber die Beiträge von Hoch- und Tiefbau deutlich variieren, wie eine Analyse der Wiener Unternehmensberatung singeranalytics.com feststellt.  Gute Jobbilanz Die Entwicklung der […]

Baubranche Österreich 2012, Bauaufträge, Bauwirtschaft Österreich, Newsroom von Erste BNank und Sparkasse

In der Baubranche lag der Auftragsbestand relativ zum Umsatz zuletzt höher als im selben Monat des Vorjahres. © Christian v. R./ pixelio.de

Die Situation im Bausektor ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Die letzten Monate brachten zwar einen leichten Rückgang der Produktion, die aber insgesamt auf hohem Niveau blieb. Das Wachstum verteilt sich gleichmäßig auf die Bundesländer, wobei aber die Beiträge von Hoch- und Tiefbau deutlich variieren, wie eine Analyse der Wiener Unternehmensberatung singeranalytics.com feststellt. 

Gute Jobbilanz

Die Entwicklung der Beschäftigung ist ein weiteres Indiz für den unverändert positiven Trend der Branche. Derzeit sind auch keine Anzeichen für ein Abflauen der Baukonjunktur zu erkennen. Relativ zum Umsatz lag der Auftragsbestand zuletzt höher als im selben Monat des Vorjahres.

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Finanzierung

Die Zinsen für Unternehmenskredite sind seit Anfang des Jahres kontinuierlich gesunken. Zurück zu führen war dies auf die massive Liquiditätszufuhr der EZB. Im September blieben die Zinsen für Unternehmenskredite verglichen mit dem Vormonat weitgehend stabil. Der neuerliche Krisenschub, der im Mai einsetzte, hat zu einer maßgeblichen Abschwächung des Wachstums von Unternehmenskrediten geführt. Auch beim Rückgang der Wachstumsrate der Wohnbaukredite gibt es eine zeitliche Übereinstimmung mit der Zuspitzung der Finanzkrise, wobei man aber die zuvor sehr hohen Wachstumsraten berücksichtigen muss, die in diesem Ausmaß unabhängig von der Krise nicht haltbar waren. Zuletzt zeigten sich wieder etwas bessere Wachstumsraten.

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Strukturdaten

Der Bausektor hat europaweit in der ersten Phase der Wirtschaftskrise verglichen mit anderen Bereichen überproportional gelitten. Im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft war 2010 für den Bausektor noch keine Erholung zu erkennen. Für 2011 gibt es noch keine Kennzahlen, aber der Anteil an der Bruttowertschöpfung (fast ident mit Anteil am BIP) des Baus ist bereits bis Mitte 2012 verfügbar und ist eine Indikation, wie sich die branchenspezifischen Kennzahlen entwickelt haben könnten. In Italien, Tschechien und Ungarn ist der Anteil des Bausektors teils massiv zurück gegangen, und damit blieb der Sektor hinter der Gesamtwirtschaft zurück. In Deutschland und Österreich hat sich hingegen der Anteil des Baus an der Wertschöpfung erhöht und lässt somit eine Verbesserung der Kennzahlen erwarten.

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Offenlegung laut Mediengesetz: Mag. Rainer Singer, rainer.singer@singeranalytics.com, Plenergasse 3/11, 1180 Wien, Unternehmensgegenstand: Unternehmensberatung, Grundlegende Richtung: Analyse von wirtschaftlichen Entwicklungen in Branchen und Ländern.