Vorarlberger Bauwirtschaft mit 2012 zufrieden

02. Januar 2013 Drucken

Vorarlbergs Bauwirtschaft mit positiver Jahresbilanz. © Rainer Sturm / pixelio.de Die Vorarlberger Bauwirtschaft blickt zufrieden auf das Jahr 2012 zurück: Die Entwicklungen im Bereich Wohnbau und Sanierung sind positiv, auch der Bereich Industrie- und Gewerbebau verzeichnet einen leichten Anstieg. Laut Blitzumfrage sehen die Bauunternehmer auch das erste Halbjahr 2013 optimistisch, es wird mit guter Auslastung […]

Vorarlbergs Bauwirtschaft mit positiver Jahresbilanz. © Rainer Sturm / pixelio.de

Die Vorarlberger Bauwirtschaft blickt zufrieden auf das Jahr 2012 zurück: Die Entwicklungen im Bereich Wohnbau und Sanierung sind positiv, auch der Bereich Industrie- und Gewerbebau verzeichnet einen leichten Anstieg. Laut Blitzumfrage sehen die Bauunternehmer auch das erste Halbjahr 2013 optimistisch, es wird mit guter Auslastung sowie einem leichten Anstieg im Personalbereich gerechnet. Sorgen bereiten jedoch Hindernisse von außen, wie die zunehmende Verbürokratisierung und die Tatsache, dass Wohnbau für viele Vorarlberger nicht mehr leistbar ist, weil die Basisförderungen zu niedrig sind.

Positive Entwicklung im geförderten Wohnbau
Nachdem der heimische Wohnbau in den letzten Jahren um ein Drittel zurückgegangen ist, wurde 2012 eine deutliche Aufwärtsbewegung verzeichnet. Insgesamt rechnet die Bauinnung im privaten und gemeinnützigen Wohnbau mit einem Plus für das erste Halbjahr 2013. Bereits 2012 war die Entwicklung im Bereich des geförderten Wohnbaus sehr positiv: Wurden im Jahr 2011 1.140 Wohneinheiten errichtet, so waren es bis Ende November 2012 1.232 Wohneinheiten. Dies entspricht einer Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Trotz der momentan erfreulichen Situation sieht die Bauinnung Vorarlberg für die Zukunft ein Problem in der ungleichen Kostenentwicklung: Der Verbraucherpreisindex ist in den vergangen zehn Jahren um knapp 24 Prozent angestiegen, der Baukostenindex aufgrund zahlreicher Qualitätsverbesserungen (z.B. Energieeffizienz und Ausstattung) gar um 37,8 Prozent. Der Anstieg der Wohnbauförderung z.B. in der Stufe ÖKO1 2002 auf die Förderstufe 3 im Jahr 2012 im Schnitt zwischen 9 und 14 Prozent. Und auch die Gehaltskurve hat sich nicht in diesem Ausmaß angepasst. Deshalb ist Bauen ‚aus subjektiver Sicht’ für viele Menschen in Vorarlberg einfach zu teuer, meinen Experten.

Nach wie vor positiv sind die Ergebnisse der Befragung im Bereich Sanierungen: Nach den hohen Erwartungen von 2011 mit einem Plus von zwölf Prozent rechnen die Unternehmer für 2013 mit einem Zuwachs von über sieben Prozent.