Keine obligatorische Gesundenuntersuchung bei Verlängerung der neuen Führerscheine

07. Januar 2013 Drucken

Der neue Führerschein ist auf 15 Jahre befristet. Alte Fahrlizenzen müssen bis spätestens 2033 umgetauscht werden. © bmvit

Alle ab 19. Jänner ausgegebenen Führerscheine gelten maximal 15 Jahre. Danach erlischt ihre Gültigkeit, die Neuausstellung kann aber ohne irgendwelche Überprüfungen oder Nachweise von Fähigkeiten und Kenntnissen beantragt werden. Vor dem 19. Jänner Schritte zu setzen, zahlt sich meist nicht aus, informiert der ÖAMTC in einem Rundschreiben.  Derzeit ausgestellte oder in Umlauf befindliche Führerscheine – egal ob Papier oder Karte – sind bis 18.01.2033 gültig.

 Alte Führerscheine gelten bis 2033
In den europäischen Mitgliedstaaten sind mehr als 110 verschiedene Führerscheinmuster gültig. Die neue europäische Führerscheinrichtlinie sieht vor, ab 19.01.2013 neue Führerscheine nach einem einheitlichen europäischen Führerscheinmuster auszustellen. Diese sind mit einer Laufzeit von 15 Jahren befristet. Wird vergessen, den abgelaufenen (neuen) Führerschein zu verlängern, führt dies nicht zu einem Verlust der Lenkberechtigung und des Versicherungsschutzes. Es droht aber eine Verwaltungsstrafe von mindestens 20 Euro.

  • Die Befristung gilt auch für Führerscheine, die aufgrund von Verlust, Diebstahl oder aufgrund von Änderung von Daten (wenn Kfz-Lenkerinnen und -Lenker den Führerschein als amtliches Dokument benutzen wollen) ersetzt werden müssen.
  • Alte Führerscheine sind, sofern die Daten noch lesbar sind und der Lenker auf dem Foto gut erkennbar ist, bis 18.01.2033 gültig.
  • Bei einem Umtausch ist bislang keine Gesundenuntersuchung vorgeschrieben. In Ausnahmefällen kann es jedoch sein, dass jemand beim Umtausch von den Beamtinnen und Beamten der Behörde auf Verdacht zum Amtsarzt geschickt wird.

Alte und neue Kartenführerscheine leicht unterschiedlich
Auf den ersten Blick sehen alte und neue Scheckkartenführerscheine weitgehend gleich aus. Es kommen lediglich neue Führerscheinklassen hinzu: AM für Moped sowie die Motorradklassen A1 und A2.