Klimafonds fördert Qualifizierungsnetze aus KMU und Unis

22. Januar 2013 Drucken

Mit der „Ausbildungs-initiative Technologie-kompetenz“ verfolgt der Klima- und Energiefonds das Ziel, die Qualität der Aus- und Weiterbildung praxisorientiert auf den Gebieten der Energie- und Mobilitätsforschung zu heben. Unternehmen und Forschungsinstitutionen sollen in die Lage versetzt werden, Ergebnisse aus der Energie- und Mobilitätsforschung rasch in den Markt zu bringen. Für die Förderung müssen sich mehrere mittelständische […]

KMU sollen sich mit Unis zusammentun, um Qualifizierungs-netze im Bereich der Energie- und Mobilitätsforschung aufzubauen. © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Mit der „Ausbildungs-initiative Technologie-kompetenz“ verfolgt der Klima- und Energiefonds das Ziel, die Qualität der Aus- und Weiterbildung praxisorientiert auf den Gebieten der Energie- und Mobilitätsforschung zu heben. Unternehmen und Forschungsinstitutionen sollen in die Lage versetzt werden, Ergebnisse aus der Energie- und Mobilitätsforschung rasch in den Markt zu bringen. Für die Förderung müssen sich mehrere mittelständische Unternehmen mit einer Bildungseinrichtung zu einem temporären Qualifizierungsnetz zusammenschließen.

Planen und Umsetzen
Im Mittelpunkt stehen Aktivitäten, die eine kritische Masse und nachhaltige Wirkung erzielen können. Im Themenfeld „Qualifizierungsnetze Energie“ sind zeitlich begrenzte und maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahmen zwischen mehreren Unternehmen und einer Universität bzw. Fachhochschule ausgeschreiben. Im Mittelpunkt stehen die Konzeption und Durchführung maßgeschneiderter Qualifizierungsmaßnahmen,  die die Qualifizierungsbedarfe der beteiligten Unternehmen als Ausgangspunkt haben, kooperativ und zukunftsorientiert sind.
Im Themenfeld „F&E-Dienstleistungen Mobilität“ sind bis zu fünf Konzepte für nachhaltige Partnerschaften zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung und drei Studien ausgeschrieben.

Anforderungen an die Qualifizierungsnetze
Die Förderung bezieht sich auf die Entwicklung und Durchführung maßgeschneiderter Aus- und Weiterbildungsmodule, die eine breite Palette von Lösungsansätzen enthalten. Diese Ansätze, Verfahren und Modelle müssen jedenfalls im Rahmen der Förderung durchgeführt und evaluiert werden.

  • Die Anträge müssen den Bedarf der Zielgruppe und deren Einbeziehung in den Entwicklungsprozess berücksichtigen.
  • Die Qualifizierungsmaßnahmen sollten die Fachexpertise von wissenschaftlichen Experten und relevanten Organisationen auf dem jeweiligen Gebiet berücksichtigen.
  • Sämtliche Projekte sollten einen klar strukturierten Plan zur Nutzung und Verbreitung der Ergebnisse (Valorisation) haben. Die Projekte sollten von vornherein so konzipiert werden, dass sie transferiert und leicht an veränderte Entwicklungen angepasst werden können.

Konsortien gesucht
Qualifizierungsnetze werden in Form eines Konsortiums eingereicht. Die erforderlichen Partnerstrukturen für die geförderten Vorhaben können dabei neu aufgebaut werden oder auf bereits bestehenden Netzwerkstrukturen basieren. Der kooperative Charakter des Projekts soll durch eine Absichtserklärung zur Mitfinanzierung unterstrichen werden.

Das Konsortium sieht wie folgt aus:

  1. mind. 3 voneinander unabhängige, in Forschung und Technologieentwicklung (FTEI) tätige KMUs lt. EU-Definition mit Standort in Österreich als Unternehmenspartner und
  2. mind. 1 Universität  oder Fachhochschule mit Standort in Österreich als wissenschaftlicher Partner.

Weiters können im Konsortium als Partner vertreten sein:

  • Großunternehmen
  • Intermediär(e): Clusterinitiativen, Technologie- und Transferzentren
  • sonstige tertiäre Bildungs- und Forschungseinrichtung(en)
  • internationale Partner aller oben angeführten Organisationstypen
Das Konsortium bestimmt einen Partner als Konsortialführung, der/die als EinreicherIn des Förderungsansuchens gilt und als Ansprechpartner
auftritt. Die Förderung richtet sich insbesondere an FTEI-EinsteigerInnen und technologisch kompetente Unternehmen, die mehrere TechnikerInnen oder ForscherInnen beschäftigen und typischerweise ein eigenes F&E-Budget haben.Die Laufzeit eines Vorhabens ist mit mindestens 6 Monaten und maximal 24 Monate beschränkt und umfasst die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Qualifizierungsnetzen. Die Förderhöhe beträgt je nach Projekt zwischen 40.000 und 60.000 Euro.
Genauere Vorgaben zu Inhalten und Förderbedingungen finden sich auf der Homepage des Klima- und Energiefonds.