Niederösterreichs Exportwirtschaft startet Marktoffensive in Russland und Türkei

01. Februar 2013 Drucken

Die niederösterreichische Export-Wirtschaft will im Wachstumsmarkt Türkei Fuß fassen. © Reiner Schedl / pixelio.de Wie die aktuellen Statistik Austria–Zahlen zum regionalen Außenhandel Niederösterreichs zeigen, bleibt die heimische Exportwirtschaft trotz der Turbulenzen auf den internationalen Märkten weiterhin auf Erfolgskurs. So sind die niederösterreichischen Exporte 2011 im Vergleich zu 2010 um 11,6 Prozent gestiegen, Niederösterreich war mit […]

Niederösterreich, Export, Newsroom der Erste Bank und Sparkasse
Die niederösterreichische Export-Wirtschaft will im Wachstumsmarkt Türkei Fuß fassen. © Reiner Schedl / pixelio.de

Wie die aktuellen Statistik AustriaZahlen zum regionalen Außenhandel Niederösterreichs zeigen, bleibt die heimische Exportwirtschaft trotz der Turbulenzen auf den internationalen Märkten weiterhin auf Erfolgskurs. So sind die niederösterreichischen Exporte 2011 im Vergleich zu 2010 um 11,6 Prozent gestiegen, Niederösterreich war mit insgesamt 18,6 Milliarden Euro Exportvolumen das Bundesland mit den zweithöchsten Ausfuhrwerten und konnte sich im Ranking der Bundesländer gegenüber 2010 damit um einen weiteren Platz verbessern. Regional-Daten aus 2012 sind noch nicht verfügbar.
Wichtigstes Exportland war Deutschland, gefolgt von der Tschechischen Republik und Italien. Pro Milliarde Exportumsatz niederösterreichischer Unternehmen werden 8.000 Arbeitsplätze gesichert.

Wirtschaftsstrategie 2015
Die Stärkung der Exportwirtschaft und das Erschließen neuer Märkte sind auch als wesentliche Stoßrichtung in der niederösterreichischen Wirtschaftsstrategie 2015 festgeschrieben. Die Voraussetzungen für eine weitere Expansion sind günstig: Seit 2002 ist Niederösterreich stärker gewachsen als der Österreich-Durchschnitt – das Wirtschaftswachstum war im Schnitt in Niederösterreich um einen Prozentpunkt höher. Die Entscheidung, sich auf die Wachstumsmärkte im Osten (CEE) zu konzentrieren, wird bezugnehmend auf die Statistik für 2011 als richtig angesehen – rund 23 Prozent der Exporte entfallen heute auf sechs osteuropäische Märkte, nämlich Tschechien, Ungarn, Polen, Slowakei, Rumänien und Russland. Auch in den nächsten Jahren ist mit einem kontinuierlichen Wachstum in den CEE-Märkten zu rechnen, daher gilt es für die niederösterreichische Exportwirtschaft das Erreichte in diesen Märkten abzusichern und auszubauen.

Türkischer Markt im Visier
Gleichzeitig sollen neue Märkte erschlossen werden; nachdem in einem ersten Schritt der russische Markt als nächster Top-Markt definiert wurde, ist im Herbst 2012 im Rahmen einer gemeinsamen Delegationsreise von Land Niederösterreich, ecoplus International, Wirtschaftskammer NÖ und Industriellenvereinigung NÖ der Startschuss für die Bearbeitung des türkischen Marktes erfolgt. Ziel dieser Exportoffensive ist die Verdoppelung des Exportvolumens niederösterreichischer Unternehmen in beiden Märkten in den nächsten fünf Jahren. Bei einem ausgewiesenen Exportwachstum 2011 von über 30 Prozent nach Russland und über 15 Prozent in der Türkei erscheint diese Zielsetzung realistisch.