Förderungen für thermische Sanierung werden 2013 aufgestockt

08. Februar 2013 Drucken

Die österreichische Bundesregierung stellt für 2013 Mittel für Förderungen im Bereich der thermischen Gebäudesanierung für Betriebe in Höhe von 30 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes von betrieblich genutzten Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind. Einreichen können alle Betriebe, zwischen 14.01.2013 und 31.12.2013. Die betriebliche Sanierung wird  von der KOMMUNALKREDIT PUBLIC CONSULTING […]

Die Mittel für die Förderaktion "Thermische Sanierung" sind bis 2016 budgetiert. © BMWFJ

Die österreichische Bundesregierung stellt für 2013 Mittel für Förderungen im Bereich der thermischen Gebäudesanierung für Betriebe in Höhe von 30 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes von betrieblich genutzten Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind. Einreichen können alle Betriebe, zwischen 14.01.2013 und 31.12.2013. Die betriebliche Sanierung wird  von der KOMMUNALKREDIT PUBLIC CONSULTING GMBH umgesetzt. 

Rekordvolumen durch Guthaben aus 2012
Insgesamt steht für die thermische Sanierung 2013 ein Gesamtvolumen von 123 Millionen Euro zu Verfügung. Davon stehen für den privaten Wohnbau 70 Millionen Euro und für Betriebe 30 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich können aufgrund eines Guthabens aus dem Vorjahr weitere 23 Millionen Euro zur Konjunkturbelebung eingesetzt werden. Dieser Betrag fand 2012 keine Sanierungswerber.

Förderungen für Unternehmen richten sich nach Sanierungsqualität
Unternehmen können ihre Förderanträge online bei der KPC-Kommunalkredit Public Consulting stellen. Die Förderung für Sanierungen von über 20 Jahre alten Gebäuden beträgt bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Höhe der Auszahlungen orientiert sich an der Sanierungsqualität und dem sinkenden Heizwärme- und Kühlbedarf. Einen Zuschlag gibt es für die Kombination von Sanierungsmaßnahmen mit technischen Verbesserungen zur effizienteren Nutzung von Energie. Die Berechnung der Förderung erfolgt in Form eines Prozentsatzes der förderungsfähigen Investitionskosten. Über den dargestellten Standardförderungssatz hinaus können bis zur beihilfenrechtlichen Höchstgrenze Zuschläge vergeben werden.

Förderungsfähige Projekt(teile) bei Unternehmen:

  •  Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschossdecke bzw. des Kellerbodens
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren
  • Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen bei Lüftungssystemen im Zuge der thermischen Sanierung des Gebäudes
  • Verschattungssysteme zur Reduzierung des Kühlbedarfs des Gebäudes (bewegliche bzw. unbewegliche außen liegende Systeme, die zumindest 50 % der transparenten Flächen Richtung Süd/West/Ost verschatten).

Welche Unterlagen sind bei der Antragstellung erforderlich?
Die nachfolgende Checkliste gibt einen Überblick über die für die Antragstellung notwendigen Unterlagen. Die Unterlagen müssen in elektronischer Form für den Online-Antrag bei der KOMMUNALKREDIT PUBLIC CONSULTING GMBH eingereciht werden.  Formularvorlagen gibt es unter www.sanierungsoffensive2013.at
Bei Bedarf legen Sie bitte auf Ersuchen der Kommunalkredit Public Consulting ergänzende Unterlagen vor.

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Höhere Fördersummen für Private
Die Aktion der Thermischen Sanierung wurde 2013 attraktiviert. Bei einer Einreichung bis 30. Juni 2013 und Fertigstellung der Maßnahmen bis 31. März 2014 gibt es ergänzend zu den normalen Zuschüssen einen Bonus in Höhe von 2.000 Euro bei einer umfassenden Sanierung und von 1.000 Euro bei einer Teilsanierung oder einer Einzelbaumaßnahme wie dem Fenstertausch.

Umfassende Sanierung für Private mit bis zu 9.300 Euro gefördert
Neue Förderanträge für Private können ab sofort direkt bei den Bausparkassen und in den Bankfilialen eingereicht werden. Für umfassende thermische Sanierungen von über 20 Jahre alten Gebäuden werden Zuschüsse von bis zu 5.000 Euro vergeben, die mit dem Konjunkturbonus auf 7.000 Euro steigen können. Wer gleichzeitig auf eine umweltfreundliche Heizanlage wie eine Wärmepumpe, eine thermische Solaranlage oder zum Beispiel Pellets- und Hackschnitzel-Heizungen umsteigt, erhält eine zusätzliche Förderung von 2.000 Euro. Neu ist hier auch die Förderung von Nah- und Fernwärmeanschlüssen. Der Energieausweis wird extra pauschal mit 300 Euro gefördert wird.  Insgesamt sind so Unterstützungen von bis zu 9.300 Euro möglich, wobei die Förderhöhen mit maximal 20 Prozent der Investitionskosten bzw. 30 Prozent beim Bonus gedeckelt sind. Bei Teilsanierungen sind abhängig von der Reduktion des Heizwärmebedarfs bis zu 3.000 Euro möglich, die sich mit Konjunkturbonus und Energieausweisförderung auf 4.300 Euro erhöhen können. Die U-Werte der einzelnen Bauteile müssen nicht mehr extra nachgewiesen werden.

Weitere Erleichterungen im mehrgeschossigen Wohnbau
Neu sind zusätzliche Erleichterungen für Sanierer im mehrgeschossigen Wohnbau. Bisher musste für eine Gesamtsanierung schon bei der Einreichung ein einstimmiger Eigentümer-Beschluss oder zumindest ein nicht mehr anfechtbarer Mehrheitsbeschluss vorliegen, um eine Förderung zu erhalten. Diese Beschlüsse können nun bis zum Baubeginn nachgereicht werden. Dasselbe gilt bei Mietwohnungen für die bei einer Gesamtsanierung notwendige Sanierungsvereinbarung mit allen Mietern. Sollte diese nicht vorliegen, können Mieter unabhängig davon beim Fenstertausch von einer Förderung profitieren.
In den Förderrichtlinien 2013 wurde zudem erstmals ein neuer Bonus von 500 Euro für Holzfenster verankert. Ebenfalls 500 Euro gibt es bei der Verwendung von Öko-Dämmstoffen. Für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude können zusätzlich zu den normalen Zuschüssen 2.000 Euro abgeholt werden. Hier braucht es nur bei umfassenden Sanierungen einen Energieausweis. Bei Teilsanierungen genügt eine Bestätigung des Bundesdenkmalamtes über die „Vertretbarkeit“ der Maßnahme.

Umfassende Informationen für die private wie betriebliche Sanierung gibt es unter dem Link der Sanierungsoffensive 2013.