Neues Maßnahmenpaket für EPU und KMU geht in Begutachtung

21. Februar 2013 Drucken

Unternehmern wird die zinsfreie Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen gewährt. © Michael Staudinger / pixelio.de Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Kleinunternehmer ein wesentliches Kriterium der Lebensqualität. In diesem Sinne werten heimische Wirtschaftsvertreter das in Begutachtung geschickte Entlastungspaket für EPU und KMU als äußerst positiv.  Der Begutachtungsentwurf sieht eine Reihe weiterer Verbesserungen vor. Dazu gehört die […]

KMU, EPU, Sozialversicherung
Unternehmern wird die zinsfreie Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen gewährt. © Michael Staudinger / pixelio.de

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Kleinunternehmer ein wesentliches Kriterium der Lebensqualität. In diesem Sinne werten heimische Wirtschaftsvertreter das in Begutachtung geschickte Entlastungspaket für EPU und KMU als äußerst positiv.  Der Begutachtungsentwurf sieht eine Reihe weiterer Verbesserungen vor. Dazu gehört die Möglichkeit für Unternehmerinnen, für die Dauer des Wochengeldbezuges von den Beiträgen zur Sozialversicherung befreit zu werden, sofern sie ihre Gewerbeberechtigung für diese Zeit ruhend melden. Weiters können Gewerbetreibende neben dem Bezug von Kinderbetreuungsgeld einer geringfügigen Erwerbstätigkeit nachgehen und müssen in dieser Zeit keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Ihre Umsätze müssen allerdings unter der sogenannten Kleinunternehmergrenze von 30.000 Euro im Jahr bleiben. Auch die Einkunftsgrenze von 4.641,60 Euro darf nicht überschritten werden.


Zinsfreier Aufschub bei Versicherungs-Nachzahlungen

Eine weitere Entlastung bedeutet die Möglichkeit des zinsenfreien Aufschubs von Versicherungs-Nachzahlungen. In den ersten drei Jahren nach Gründung zahlen Selbstständige verringerte Beiträge zur Sozialversicherung. Nach dieser Zeit, kommt es allerdings für bestimmte Beiträge – insbesondere in der Pensionsversicherung und der Krankenversicherung für das dritte Jahr – zu Nachverrechnungen. Statt wie bisher nach dem dritten Jahr Nachbelastungen in vier Teilbeträgen innerhalb eines Jahres zu zahlen, was auch für erfolgreiche Jungunternehmer zu Liquiditätsengpässen führen kann, soll die etwaige Nachzahlung der Pensions- und Krankenversicherungsbeiträge an die SVA künftig auf Antrag zinsenfrei auf drei Jahre – in zwölf Teilbeträgen – möglich sein.

Neuer Fonds ab 2014
Schließlich soll zunächst für das Jahr 2014 ein Überbrückungshilfefonds bei der SVA eingerichtet werden. Aus diesem Fonds soll selbstständig Erwerbstätigen, insbesondere Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) und kleinen Betrieben mit Einkünften unter der jeweiligen Mindestbeitragsgrundlage, zum Ausgleich ihrer finanziellen Belastung durch Sozialversicherungsbeiträge in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen ein temporärer Zuschuss zu den Pensions- und Krankenversicherungsbeiträgen als nicht rückzahlbare Überbrückungshilfe gewährt werden.

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