Pendlerpauschale neu: Von Pendlereuro bis Teilzeitkraft

26. Februar 2013 Drucken

Grundsätzlich werden sämtliche Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte durch den Verkehrsabsetzbetrag abgegolten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht jedoch auch der Anspruch auf das kleine oder große Pendlerpauschale. Das kleine Pendlerpauschale gilt für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatz mindestens 20 Kilometer von der Wohnung entfernt ist und denen die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist. Das große […]

Pendlerpauschale "neu" bringt zusätzliche Steuererleichterungen für Berufspendler. © Th. Reinhardt/pixelio.de

Grundsätzlich werden sämtliche Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte durch den Verkehrsabsetzbetrag abgegolten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht jedoch auch der Anspruch auf das kleine oder große Pendlerpauschale. Das kleine Pendlerpauschale gilt für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatz mindestens 20 Kilometer von der Wohnung entfernt ist und denen die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist. Das große Pendlerpauschale gilt für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatz mindestens zwei Kilometer von der Wohnung entfernt ist, denen aber die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels nicht möglich oder nicht zumutbar ist., informiert  

Pendlerpauschale auch für Teilzeitkräfte
Bisher konnten Teilzeitkräfte kein Pendlerpauschale in Anspruch nehmen. Diese Benachteiligung soll nun beseitigt werden. Die Neuregelung sieht einen Anspruch auf aliquote Pendlerpauschale auch für Teilzeitbeschäftigte vor, die nur an einem oder an zwei Tagen pro Woche zu ihrer Arbeitsstätte fahren. Bei einem Tag pro Woche erhält man ein Drittel, bei zwei Tagen pro Woche zwei Drittel der jeweiligen Pendlerpauschale. Fährt man mindestens an drei Tagen pro Woche zur Arbeit, erhält man wie bisher das Pendlerpauschale zur Gänze.

  Bis 20 km 20 – 40 km 40 – 60 km über 60 km
Kleines Pendlerpauschale  

€ 696

€ 1.356

€ 2.016

Großes Pendlerpauschale

€ 372

€ 1.476

€ 2.568

€ 3.672

Neueinführung des Pendlereuros
Neu ist die Einführung des so genannten Pendlereuros, der den Betroffenen zusätzlich zum Pendlerpauschale zur Verfügung stehen soll. Dieser ist von der Entfernung zum Arbeitsplatz abhängig und wird als Absetzbetrag ausgestaltet. Voraussetzung für den Pendlereuro ist der Anspruch auf das Pendlerpauschale. Der Pendlereuro ist ein Jahresbetrag: Jeder Pendler bekommt pro Kilometer Distanz zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz zwei Euro und steht Beziehern des großen und des kleinen Pendlerpauschales gleichermaßen zu. Die Berücksichtigung des Pendlereuros soll wie beim Verkehrsabsetzbetrag durch den Arbeitgeber erfolgen. Beispielsweise würde bei einer Distanz von Arbeitsplatz und Wohnung von 40 Kilometern, künftig der Pendlereuro in der Höhe von 80 Euro pro Jahr zustehen.

Jobticket für alle
Zur Förderung der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel soll das Jobticket auch Arbeitnehmern ohne Anspruch auf das Pendlerpauschale vom Arbeitgeber steuerfrei zur Verfügung gestellt werden können. Das heißt, der Arbeitnehmer hat für diesen Vorteil keinen Sachbezug zu versteuern.

Kein Pendlerpauschale für privat genutzte Dienstwagen
Künftig soll Arbeitnehmern, die ein arbeitgebereigenes Fahrzeug auch privat nutzen können, kein Pendlerpauschale zustehen.

Anhebung der Negativsteuer
Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die auf Grund ihres geringen Einkommens keine Lohnsteuer zahlen, sollen von der erweiterten Pendlerförderung profitieren: Der Pendlerzuschlag wird für sie von 141 Euro auf 290 Euro angehoben.

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