Weltfrauentag 2013: Teilzeitfalle wird zur Vorsorgelücke

07. März 2013 Drucken

Durchschnittlich legen Frauen in Österreich 247 Euro monatlich zur Seite, das sind 131 Euro weniger als die Männer. Hauptgrund dafür sind Einkommensunterschiede. Obwohl nur 16% der Frauen das Thema Finanzen als „Frauensache“ sehen, entscheiden 42% der Österreicherinnen selbstständig über ihre Geldangelegen-heiten. Erste Bank und Sparkassen präsentieren zum Weltfrauentag 2013 eine repräsentative Integral-Umfrage zum Finanzverhalten von Frauen. […]

Frauen und Finanzen im Newsroom, Geld und Frauen

Nur 14% der Befragten finden, dass Finanzen “Frauensache” seien. © Benjamin Thorn / pixelio.de

Durchschnittlich legen Frauen in Österreich 247 Euro monatlich zur Seite, das sind 131 Euro weniger als die Männer. Hauptgrund dafür sind Einkommensunterschiede. Obwohl nur 16% der Frauen das Thema Finanzen als „Frauensache“ sehen, entscheiden 42% der Österreicherinnen selbstständig über ihre Geldangelegen-heiten. Erste Bank und Sparkassen präsentieren zum Weltfrauentag 2013 eine repräsentative Integral-Umfrage zum Finanzverhalten von Frauen.

Finanzen selten „Frauensache“
Finanzentscheidungen werden nach wie vor eher den Männern zugetraut. Nur 14% der Alpenbürgerinnen und -bürger finden, dass Finanzen „Frauensache“ sind. Fast drei Mal so viele (36%) ordnen Finanzen dem männlichen Kompetenzbereich zu. Die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher findet beide Geschlechter gleichermaßen zuständig. Dies erstaunt: Schließlich sind zwei Drittel der Frauen erwerbstätig und verfügen damit über eigenes Geld. Nur 16% der befragten Frauen definieren Finanzen als Frauensache, dagegen geben doppelt so viele Frauen (32%) sogar an, dass es Männersache sei.

Laut Statistik Austria verdienen Frauen in Österreich durchschnittlich 40% weniger als die Männer (zum Vergrößern bitte anklicken).

Partnersache
In der Realität zeigt sich dagegen, dass 42% der Frauen unabhängig über ihr Einkommen und Vermögen bestimmen, nur 10% überlassen dies dem Partner. Fast die Hälfte aller Finanzent-scheidungen wird gemeinschaftlich getroffen: 48% der Frauen und 44% der Männer gaben an, sich partnerschaftlich abzustimmen.

Weniger für Vorsorge aufgrund kleinerer Einkommen
Durchschnittlich sparen Frauen für sich und ihre Familie 247 Euro pro Monat an. Die Männer können mit 378 Euro monatlich um die Hälfte mehr in den Sparstrumpf stecken. Übers Jahr gerechnet sind das über 1.500 Euro Differenz. Der Unterschied resultiert aus den Einkommensunterschieden. Laut Statistik Austria verdienen Frauen in Österreich durchschnittlich 40% weniger als die Männer, vor allem aufgrund der weit verbreiteten Teilzeitanstellungen. Beinahe die Hälfte der berufstätigen Österreicherinnen arbeitet nicht Vollzeit. Dies hat negative Auswirkungen auf die Vorsorge und den Pensionsbezug.
Der Großteil der monatlichen Sparsumme wandert bei beiden Geschlechtern für die eigenen Bedürfnisse auf die Seite. Trotz Einkommensunterschieden wenden beide Geschlechter für die eigenen Kinder in etwa gleich viel auf (42 Euro).

 

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