Klimafonds fördert „best-practice“-Sanierungen von Betrieben

20. März 2013 Drucken

Das Förderprogramm „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds lobt 3,5 Millionen Euro an Förderungen für Unternehmen und Kommunen aus. Dabei werden thermische Gebäudesanierungen unterstützt, die modernste Bautechnologie nach „best practice“-Methode umsetzen. Bislang wurden aus dem Programm 45 Leuchtturmprojekte der thermischen Sanierungen umgesetzt. Das Programm läuft bis 24. Oktober. Neueste Bautechnologie für thermische Sanierung Bis 24.10.2013 (first […]

Eine Mustersanierung aus Mitteln des Klimafonds: Hotel Stadthalle/Wien ist die erste Herberge der Welt mit Null-Energie-Bilanz. © Hotel Stadthalle

Das Förderprogramm „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds lobt 3,5 Millionen Euro an Förderungen für Unternehmen und Kommunen aus. Dabei werden thermische Gebäudesanierungen unterstützt, die modernste Bautechnologie nach „best practice“-Methode umsetzen. Bislang wurden aus dem Programm 45 Leuchtturmprojekte der thermischen Sanierungen umgesetzt. Das Programm läuft bis 24. Oktober.

Neueste Bautechnologie für thermische Sanierung
Bis 24.10.2013 (first come-first serve) stehen 3,5 Millionen Euro für umfassende Sanierungen von Betriebs- oder öffentlichen Gebäuden zur Verfügung. Für die geförderten Projekte gelten hohe Anforderungen, die durch entsprechend hohe Förderquoten belohnt werden. Aufgeteilt ist das Budget auf zwei Förderprogramme: 1 Mio. Euro stehen im Programm „Mustersanierung“ selbst zur Verfügung, weitere 2,5 Mio. sind im Förderprogramm „Klima- und Energie Modellregionen“ für Mustersanierungen reserviert. Neben Sanierungsarbeiten werden auch Investitionen in erneuerbare Energien gefördert. Ausgenommen von der Förderung sind Private.

Heute Projekte wirken energetisch für die nächten 40 Jahre
Heutige Sanierungsstandards legen die Emissionen von Gebäuden für die nächsten 40 Jahre fest. Bereits in wenigen Jahrzehnten soll jedoch der Gebäudesektor frei von Emissionen sein. Das Förderprogramm „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds will durch Beispielwirkung wesentliche Impulse für die Verstärkung der Sanierungstätigkeit auf höchstem Standard setzen und den Einsatz erneuerbarer Energietechnologien forcieren.

45 realisierte Projekte zeigen technisches und wirtschaftliches Potenzial
Seit 2008 wurden mit Mitteln des Klima- und Energiefonds 45 Gebäude – Pensionen, Banken, Schulen, Gesundheitszentren – nach den hohen Standards der „Mustersanierung“ saniert. Die Einsparungen von Energie und Betriebskosten reichen vom Faktor 10 bis hin zum Standard von Passiv- und Plus-Energie-Häusern.

Die wichtigsten Förderkriterien 2013

  • Förderhöhe für umweltrelevante Mehrinvestitionskosten: 600.000 Euro
  • Anteil Erneuerbare Energien >= 80%
  • Gebäude muss vor dem 1.1.1993 errichtet worden sein
  • PV: bis zu 100 kWp werden gefördert
  • Basisfördersatz: 45%
    • Passivhaussanierung: +5%
    • Plusenergiesanierung: +10%
    • Nutzung von Dämmstoffen mit österreichischem Umweltzeichen: +5%

Hintergrundinformation „Mustersanierung“
Im Rahmen des Förderungsprogramms „Mustersanierung“ legt der Klima- und Energiefonds besonderen Fokus auf einen möglichst hohen Einsatz erneuerbarer Energien, den Einsatz klimaschonender Rohstoffe und Produkte bei der Sanierung, technische und ökonomische Multiplizierbarkeit, Maßnahmen zur Energieeffizienz, keinen oder geringstmöglichen Kühlbedarf sowie einen hohen Innovationsgehalt.
Insgesamt standen bisher für das Förderprogramm „Mustersanierung“ 10,9 Mio. Euro zur Verfügung.

 

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