Österreichs Banken verdienten 2012 besser

27. März 2013 Drucken

Österreichs Kreditinstitute konnten im Jahr 2012 das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern, allerdings damit das Vorkrisenniveau noch nicht erreichen. Das konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen stieg auf 2,97 Mrd EUR nach 711 Mio EUR im Jahr 2011, heißt es in einem Bericht der OeNB. Hybridkapital putzt Bilanzen Gründe für diese Steigerung waren vor […]

Das Vorkrisenniveau ist noch lange nicht erreicht: Österreichs Banken verdienten 2012 vier Mrd. Euro. © Lupo/pixelio.de

Österreichs Kreditinstitute konnten im Jahr 2012 das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern, allerdings damit das Vorkrisenniveau noch nicht erreichen. Das konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen stieg auf 2,97 Mrd EUR nach 711 Mio EUR im Jahr 2011, heißt es in einem Bericht der OeNB.

Hybridkapital putzt Bilanzen
Gründe für diese Steigerung waren vor allem Sondereffekte wie der Rückkauf von Hybridkapital und langfristigem nachrangigen Kapital. Zudem trugen Rückgänge bei den Abschreibungen auf Firmenwerte von Tochterunternehmen und bei der Risikovorsorge für Wertpapiere zu der positiven Entwicklung bei. Gewinndämpfend wirkten allerdings höhere Vorsorgen für notleidende Kredite.
Insgesamt erhöhten sich die konsolidierten Betriebserträge (ohne Risikovorsorgen) im Vergleich zum Ende des Vorjahres (+1,3%), auf einen Wert von 37,68 Mrd EUR, obwohl bei den beiden traditionell wichtigsten Komponenten, dem Zins- und dem Provisionsergebnis, Rückgänge zu verzeichnen waren: Da die Zinserträge stärker zurückgingen als die Zinsaufwendungen verringerte sich das Zinsergebnis um 5,7% auf 19,27 Mrd EUR; das Provisionsergebnis sank in einem schwächeren Marktumfeld und damit rückläufigen Transaktionen um 4,3% auf 7,26 Mrd EUR.

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„Sonstige Erträge“ machen sich bezahlt
Anstiege gab es hingegen beim Handel-sergebnis (+34,6% auf 1,14 Mrd EUR), bei sonstigen Bewertungs-ergebnissen nach IFRS (+29,7% auf 0,66 Mrd EUR) und insbesondere bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (+19,4% auf 9,36 Mrd EUR). Letztere sind zu einem großen Teil auf Sondereffekte zurückzuführen, die aus Rückkäufen von Tier I- und Tier II-Produkten (u. a. von Hybridkapital und langfristigem nachrangigem Kapital) resultieren. Diese erfolgten im Rahmen von Maßnahmen, die vornehmlich von den Großbanken im Hinblick auf die höheren Eigenmittelanforderungen unter Basel III durchgeführt wurden. Der sich daraus ergebende Gewinn stünde zur Zuführung zum Kernkapital im Jahresabschluss 2012 zur Verfügung.