Studie: Online-Handel wächst, wird aber stationären Handel nie ersetzen

28. März 2013 Drucken
Studie: Online-Handel wächst, wird aber stationären Handel nie ersetzen
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Der Online-Handel nimmt signifikant an Bedeutung zu: Obwohl, wie am Beispiel Deutschland, nur sieben Prozent aller Transaktionen online stattfinden, werden hier mittlerweile rund 16 Prozent der Umsätze erwirtschaftet. Doch es gibt für stationäre Händler keinen Anlass, vor der Online-Konkurrenz zu resignieren. Denn das stationäre Geschäft ist für Konsumenten in den europäischen Ländern immer noch die […]

Der Online-Handel nimmt signifikant an Bedeutung zu: Obwohl, wie am Beispiel Deutschland, nur sieben Prozent aller Transaktionen online stattfinden, werden hier mittlerweile rund 16 Prozent der Umsätze erwirtschaftet. Doch es gibt für stationäre Händler keinen Anlass, vor der Online-Konkurrenz zu resignieren. Denn das stationäre Geschäft ist für Konsumenten in den europäischen Ländern immer noch die beliebteste Einkaufsmöglichkeit – und daran ändern weder der Preiskampf im Internet noch die hohe Internetaffinität der nachwachsenden Generation von „Digital Natives“ etwas, besagt eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants.

Die Stärken des stationären Handels
Die Studie „Dem Kunden auf der Spur“, die Roland Berger Strategy Consultants und ECE Projektmanagement vorgelegt haben, hat sieben Käufersegmente ermittelt, die sich in ihrem Einkaufsverhalten klar unterscheiden. Fazit: Der stationäre Handel kann Kundenbedürfnisse befriedigen, die der Onlinehandel noch nicht oder gar nie wird befriedigen können. Allerdings müssen Unternehmen die Wünsche und Einkaufsbedürfnisse ihrer Kunden besser verstehen, um ihnen passende Angebote zu unterbreiten und die Möglichkeiten der digitalen Welt für sich zu entdecken.

  • Roland Berger Strategy Consultants und ECE haben aktuell ca. 42.000 deutsche Kunden befragt und 2.000 Kunden einen Monat lang bei jeder Transaktion begleitet, um einen ungetrübten Blick auf die wirkliche Situation zu bekommen. Dabei wurden europaweite Trends bestätigt:
  • Umsatz im Online-Handel steigt stärker als angenommen: 7 Prozent Online-Transaktionen generieren 16 Prozent des gesamten Handelsumsatzes
  • Für fast zwei Drittel der Konsumenten bleibt aber das stationäre Geschäft die wichtigste Einkaufsquelle
  • Nein, der Preis ist nicht das entscheidende Kriterium für die Wahl des Einkaufskanals – Warenverfügbarkeit, die Möglichkeit des An-/Ausprobierens oder Beratung und Information rechtfertigen sogar höhere Preise offline
  • „Showrooming“ ist keine Bedrohung, sondern eine Möglichkeit, die Nase vorn zu haben – sogar für Marken, die bisher z. T. noch gar nicht offline aktiv waren, wird die Präsenz im stationären Handel attraktiv
  • Der stationäre Handel ist weit davon entfernt, nur das Schaufenster für Online-Händler zu sein. Im Gegenteil: Einkäufe, die online vorbereitet und dann aber im Geschäft getätigt werden, generieren einen elfmal höheren Umsatz als im umgekehrten Fall
  • Die „Digital Natives“ sind für den stationären Handel nicht verloren – es gibt eine große Gruppe junger und sehr internetaffiner Konsumenten, die fast ausschließlich offline einkauft
  • Die Kunden sind heterogen: Multichannel-Handel kann die Lösung sein, funktioniert aber nur mit genauer Kenntnis der Kundenbedürfnisse. Kunden können in sieben Käufersegmente eingeteilt werden.

Lesen Sie die ungekürzte Zusammenfassung unter diesem Link.

 

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