Kunden vertrauen lokalen Sparkassen am stärksten

29. März 2013 Drucken

Wien (APA) Unter den österreichischen Banken genießen die Pleite- und Skandalbanken in der Bevölkerung das geringste Vertrauen. Am meisten Vertrauen bringen die Österreicher den Bausparkassen und den lokalen Raiffeisenbanken und Sparkassen entgegen. Privatbanken und ausländische Banken finden sich eher am unteren Ende der Vertrauensskala. Das geht aus dem aktuellen APA-OGM-Vertrauensindex hervor. Kunden wissen zu unterscheiden  „Im […]

Gegen den Trend: Sparkassen verfügen bei Kunden über unverändert hohen Vertrauensbonus. © Ruhaltinger

Wien (APA) Unter den österreichischen Banken genießen die Pleite- und Skandalbanken in der Bevölkerung das geringste Vertrauen. Am meisten Vertrauen bringen die Österreicher den Bausparkassen und den lokalen Raiffeisenbanken und Sparkassen entgegen. Privatbanken und ausländische Banken finden sich eher am unteren Ende der Vertrauensskala. Das geht aus dem aktuellen APA-OGM-Vertrauensindex hervor.

Kunden wissen zu unterscheiden 

„Im Hintergrund der Finanz- und Bankenkrise ist wenig überraschend, dass den Banken mehrheitlich wenig Vertrauen entgegengebracht wird“, so OGM-Leiter Wolfgang Bachmayer gegenüber der APA. Das Meinungsbild zu den verschiedenen Geldinstituten sei jedoch sehr unterschiedlich.
Die verstaatlichte Kärntner Hypo Alpe Adria Bank (Saldo aus Vertrauen – kein Vertrauen: -63 Prozent), die skandalumwitterte Meinl Bank (-56), die notverstaatlichte Kommunalkredit (-28) sowie die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) und die Hypo Niederösterreich (jeweils -14) bilden die Schlusslichter im Vertrauensranking. Nach dem Motto „mitgehangen, mitgefangen“ konnten die lokalen Volks- und Hypobanken kaum von ihrem Image der örtlichen Nähe und dem Sicherheitsimage profitieren.

Sparkassen punkten
‚Am meisten Vertrauen unter der Bevölkerung genießt die Bausparkasse Wüstenrot (+37). Der Begriff „Sparkasse“ mit dem damit verbundenen Image von Sicherheit und Nähe nutzt auch den lokalen Sparkassen (+29), andere Institute wie die Erste Bank (+29) profitieren vom Namensbestandteil „Sparkasse“ mit, teilweise sogar die Erste Group (+4).
Gleiches gilt für die lokalen Raiffeisenbanken (+34), wo der Imagetransfer wegen gleicher Namensbestandteile sogar bis zur Raiffeisenbank International RBI (+6) geht. Die BAWAG PSK (+15) dürfte einen guten Teil des vor sechs Jahren beim „BAWAG-Skandal“ verlorenen Vertrauens wieder zurück gewonnen haben.

Online-Banken verzeichnen gute Werte
Durchaus zufriedenstellende Werte liegen auch bei der relativ jungen EasyBank (+7) und ING DiBa (+6) vor, die intensiv mit günstigen Konditionen werben.Mit einem negativen Vertrauenssaldo müssen sich vor allem Privatbanken begnügen.