Erfolgreiche Unternehmen nützen Frauen-Power

23. April 2013 Drucken

Die Europäische Kommission weist mit dem Programm „Equality Pays Off“ auf den demographischen Wandel und den damit zusammenhängenden zunehmenden Mangel an hochqualifizierter Arbeitskraft hin: Chancengleichheit für weibliche Top-Talente heißt die Lösung. Gerade in Österreich gibt es hier aber Aufholbedarf: Hierzulande gibt es im Europavergleich das größte geschlechtspezifische Lohngefälle. Das Programm  wird unterstützt von Roland Berger Strategy […]

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Das Konzept ist nicht neu, aber vielen immer noch fremd: Erfolgreiche Unternehmen beschäftigen erfolgreiche Frauen. © Karl-Heinz Laube/pixelio.de

Die Europäische Kommission weist mit dem Programm „Equality Pays Off“ auf den demographischen Wandel und den damit zusammenhängenden zunehmenden Mangel an hochqualifizierter Arbeitskraft hin: Chancengleichheit für weibliche Top-Talente heißt die Lösung. Gerade in Österreich gibt es hier aber Aufholbedarf: Hierzulande gibt es im Europavergleich das größte geschlechtspezifische Lohngefälle. Das Programm  wird unterstützt von Roland Berger Strategy Consultants.

Potenzial weiblicher Arbeitskräfte gezielt fördern
Unternehmen, die in Zukunft Erfolg habenwollen, müssen zwei große Herausforderungen bewältigen:

  • den demographischen Wandel und
  • den Mangel an hochqualifizierter Arbeitskraft.

 

Einkommensunterschiede mANN fRAU IN dEUTSCHLAND öSTERREICH sCHWEIZ EU-15 EU-27

Schlusslicht in Europa: Österreichische Frauen verdienen um 23,7 Prozent weniger als Männer. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Schlechten Genderwerte bestätigt
In Österreich liegt die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt bei 67 Prozent (der EU-27 Durchschnitt liegt bei 58,5 Prozent). Ungeachtet dessen gibt es aber weiterhin ein „ungewöhnliches“ Lohngefälle: Österreichische Frauen verdienen 23,7 Prozent weniger als Männer (EU-27: -16,4 Prozent). Das ist das größte geschlechtsspezifische Lohngefälle in ganz Europa. Der Frauenanteil in Vorstandspositionen liegt in Österreich bei 11 Prozent (EU-27 Durchschnitt ist 14 Prozent) und nur 30 Prozent der Führungspositionen in großen und mittelständischen Unternehmen sind mit Frauen besetzt (vs. 33,0 Prozent in Europa).
Europaweit beteiligen sich nur 58 Prozent der Frauen am Arbeitsmarkt. Eine von Dreien hat einen Teilzeitjob (Männer: einer von zwölf). Gleichzeitig sprechen europäische Unternehmen von mindestens 2,25 Millionen freien Stellen. Anhand dieser Zahlen scheint es offensichtlich, dass sich Unternehmen nicht mehr leisten können, das Arbeitsmarktpotenzial von Frauen nicht vollständig zu nutzen. Auf diese neue Situation müssen sich alle Beteiligten einstellen.

Workshop in Wien: Wie Unternehmen Chancengleichheit umsetzen können
Am 25. April 2013 findet in Wien ein Workshop zum Thema statt, bei dem konkrete, greifbare Details sowie Best-practice Beispiele zum Vorantreiben der Gleichberechtigung der Geschlechter präsentiert werden. Frauen werden immer wichtiger für die Unternehmen – je früher sich Firmen darauf einstellen und durch faire Chancen für weibliche Arbeitskräfte attraktiv werden, desto besser sind sie für die Zukunft aufgestellt.

Über die Initiative „Equality Pays Off“
„Equality Pays Off – eine Initiative von Europa 2020“ wird von Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt. Mit seinem übergreifenden Ansatz unterstützt das Programm Unternehmen dabei, das Arbeitsmarktpotenzial von Frauen zu erschließen, indem sie Chancengleichheit fördern und damit letztendlich auch das geschlechtsspezifische Lohngefälle verringern.
Dieses auf sieben Jahre angelegte Programm richtet sich an alle maßgeblichen Akteure in den 27 Mitgliedstaaten, der EFTA, dem EWR sowie den Beitritts- und Kandidatenländern, die an der Gestaltung geeigneter und effektiver Rechtsvorschriften und Strategien im Bereich Beschäftigung und Soziales mitwirken können.

 

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