WIFO: Österreichische Bautätigkeit geht 2013 um 5 % zurück

24. April 2013 Drucken

Wien (APA) In den kommenden Jahren erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rückläufige Baubewilligungen für neue Wohnungen. Vom kurzfristigen Höchststand 2011 mit 43.200 Einheiten habe es schon 2012 ein Minus von gut 8 Prozent gegeben. Heuer werde es noch einmal um fünf Prozent bergab gehen auf 37.400 Bewilligungen. Der Rückgang 2012 habe vor allem Einfamilienhäuser betroffen. Im […]

In den westlichen Bundesländern wurden zwischen 2006 und 2011 gemessen an der Bevölkerungszahl die meisten neuen Wohneinheiten bewilligt. © APA

Wien (APA) In den kommenden Jahren erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rückläufige Baubewilligungen für neue Wohnungen. Vom kurzfristigen Höchststand 2011 mit 43.200 Einheiten habe es schon 2012 ein Minus von gut 8 Prozent gegeben. Heuer werde es noch einmal um fünf Prozent bergab gehen auf 37.400 Bewilligungen. Der Rückgang 2012 habe vor allem Einfamilienhäuser betroffen.

Im Vergleich stabil
Dabei stehe Österreich aber in internationalen Vergleich gut da, relativiert ein am Mittwoch veröffentlichter Wifo-Bericht. Denn pro 1.000 Einwohnern sind das auch 2014 immer noch 4,3 Wohneinheiten, in den 19 Euroconstruct-Ländern werden hingegen voraussichtlich 2012 bis 2014 jährlich nur 3,1 bis 3,2 Wohneinheiten je 1.000 Einwohner gebaut. Österreichs Wohnbau habe große Boomphasen wie auch tiefe Einbrüche vermeiden können.

Baukonjunktur in Österreich Deutschland Schweiz 2013 2012

Erste Schätzungen weisen auf einen markanten Rückgang der Baubewilligungen im Jahr 2012 hin. Vor allem das Segment der Einfamilienhäuser war davon betroffen. (Zum Vergrößern bitte anklicken)

West-Ost-Unterschiede
Das Wifo hebt auch ein deutliches Ost-West-Gefälle bei den Wohnbauten innerhalb Österreichs hervor. Zwischen 2006 und 2011 wurden im Westen mit knapp 6 Einheiten je 1.000 Einwohnern die meisten neuen Wohneinheiten bewilligt. „Das hängt mit der guten Einkommensposition, der soliden Arbeitsmarkt-situation und dem dynamischen Haushalts-wachstum zusammen“ analysiert Wifo-Expertin Andrea Kunnert.

Burgenland macht Ausnahme
Die „verhaltene wirtschaftliche und demografische Entwicklung“ habe dazu geführt, dass es in Südösterreich „etwas weniger Baubewilligungen“ gab, aber immer noch über 5 je 1.000 Einwohner. In Ostösterreich gab es nur 4,5 Baubewilligungen je 1.000 Einwohner – hier ist allerdings das Burgenland die sprichwörtliche Ausnahme zu dieser Regel: 2011 gab es 7,1 Baubewilligungen je 1.000 Einwohner.

 

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