Die Erste Group im ersten Quartal 2013: Nettogewinn von EUR 176,2 Mio

29. April 2013 Drucken

Die börsenotierte Erste Group weist für das 1. Quartal 2013 einen Nettogewinn von 176,2 Mio. Euro aus. Das ist nur halb so viel wie im Jahr davor. Allerdings war im 1. Quartal 2012 ein deutlicher Sondergewinn aus dem Rückkauf von eigenen Hybridanleihen von 250 Mio. Euro für einen Gewinn von damals 346 Mio. Euro verantwortlich […]

Die börsenotierte Erste Group weist für das 1. Quartal 2013 einen Nettogewinn von 176,2 Mio. Euro aus. Das ist nur halb so viel wie im Jahr davor. Allerdings war im 1. Quartal 2012 ein deutlicher Sondergewinn aus dem Rückkauf von eigenen Hybridanleihen von 250 Mio. Euro für einen Gewinn von damals 346 Mio. Euro verantwortlich gewesen. Für Kreditrisiken musste die Bank im 1. Quartal heuer mit 402 Mio. Euro um 30,7 Prozent weniger zurücklegen als voriges Jahr.

Ein Überblick über das 1. Quartal: 

  • Der Zinsüberschuss ging im Q1 13 auf EUR 1.240,6 Mio zurück(Q1 12: EUR 1.336,9 Mio), was im Wesentlichen auf die verhaltene Kreditnachfrage, niedrige Marktzinsen sowie die Folgewirkungen aus dem Abbau von Nicht-Kerngeschäft zurückzuführen war. Der Provisionsüberschuss stieg dank höherer Beiträge aus dem Wertpapiergeschäft von EUR 430,3 Mio aufEUR 448,2 Mio.Das Handelsergebnis sank gegenüber Q1 12 von EUR 93,6 Mio auf EUR 77,8 Mio.
  • Die Betriebserträge beliefen sich auf EUR 1.766,6 Mio (-5,1% gegenüber Q1 12: EUR 1.860,8 Mio). Konsequentes Kostenmanagement führte im Q1 13 zu einer Senkung des Verwaltungsaufwands um 1,5% von EUR 945,1 Mio aufEUR 931,2 Mio. Daraus resultierte ein Betriebsergebnis von EUR 835,4 Mio(Q1 12: EUR 915,7 Mio). Die Kosten-Ertrags-Relation verschlechterte sich von 50,8% auf 52,7%.
  • Die Risikokosten entwickelten sich positiv und sanken im Q1 13 um 30,7% auf EUR 402,2 Mio bzw. 123 Basispunkte des durchschnittlichen Kundenkreditbestands verglichen mit EUR 580,6 Mio bzw. 172 Basispunkten im Q1 12. Der Vorsorgebedarf ging in allen Kernmärkten zurück oder blieb stabil, ausgenommen in Kroatien und Serbien. Die NPL-Quote stieg zum 31. März 2013 leicht auf 9,4% gegenüber 9,2% Ende 2012. Die NPL-Deckungsquote blieb mit 62,4% stabil (Ende 2012: 62,6%).
  • Der sonstige betriebliche Erfolg belief sich auf EUR -103,3 Mio nach EUR 131,2 Mio im Q1 12. Diese Entwicklung war ausschliesslich auf den Wegfall eines im Q1 12 angefallenen positiven Einmaleffekts (Rückkauf von Tier 1- und Tier 2-Instrumenten) im Ausmaß von EUR 250,6 Mio zurückzuführen. Bankensteuern in Österreich, Ungarn und der Slowakei belasteten das Ergebnis mit EUR 71,6 Mio (Q1 12: EUR 57,0 Mio).
  • Der Periodengewinn nach Steuern und Minderheiten betrug im Q1 13EUR 176,2 Mio, nach einem von Einmaleffekten begünstigten Ergebnis vom EUR 346,5 Mio im Vorjahr.
  • Das Eigenkapital blieb mit EUR 12,9 Mrd stabil. Das Core Tier 1-Kapital betrug zum 31. März 2013 EUR 11,8 Mrd (Ende 2012: EUR 11,8 Mrd). Bei nahezu unveränderten risikogewichteten Aktiva von EUR 105,1 Mrd (Ende 2012: EUR 105,3 Mrd) resultierte daraus eine Core Tier 1-Quote (Gesamtrisiko; Basel 2.5) von 11,2% (Ende 2012: 11,2%).
  • Die Bilanzsumme lag per 31. März 2013 bei EUR 213,0 Mrd. Der leichte Rückgang seit Jahresbeginn war insbesondere auf Bewertungsänderungen zurückzuführen. Die Einlagenbasis blieb mit EUR 123,1 Mrd stabil, während das Kundenkreditvolumen seit Jahresbeginn auf EUR 130,3 Mrd sank. Letztere Entwicklung war hauptsächlich auf Rückgänge des Kreditvolumens bei Privat- und KMU-Kunden zurückzuführen. Als Folge verbesserte sich das Kredit-Einlagen-Verhältnis per 31. März 2013 auf 105,9% (Ende 2012: 107,2%).

Ausblick
Die Erste Group erwartet für das zweite Halbjahr 2013 eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung in Zentral- und Osteuropa, auch wenn das Wachstum weiterhin verhalten bleiben wird. Dementsprechend ist es das Ziel, das Betriebsergebnis im Vergleich zum Jahr 2012 stabil zu halten, wobei auf Grund des Zinsumfeldes und der moderaten Kreditnachfrage leicht niedrigere Betriebs­einnahmen durch niedrigere Betriebskosten kompensiert werden sollen. Für die Risikokosten der Erste Group wird 2013 ein Rückgang im zweistelligen Prozentbereich erwartet, was hauptsächlich mit der erwarteten Verbesserung der Risikosituation in Rumänien in Zusammenhang steht. Weiterhin wird für das Gesamtjahr 2013 eine Rückkehr der BCR in die Gewinnzone erwartet.

 

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