Horizon 2020: EU startet 2014 Innovationsförderprogramm mit 80 Mrd. Euro

29. April 2013 Drucken

Die FFG  bereitet als nationale Abwicklungsstelle derzeit die Umsetzung des EU-Forschungs- und Innovationsförderprogramm „Horizon 2020“ vor, das von 2014 bis 2020 laufen wird. Über das Programm sollen wenigstens 1 Milliarde an F&E-Fördermitteln nach Österreich fließen. Horizon 2020 ist das neue Forschungs-Finanzinstrument der Europäischen Union. Es wird mit € 80 Mrd. ausgestattet sein und gilt als […]

Was ist bringt Horizont 2020 in Österreich Deutschland

Das neue EU-Forschungsprogramm soll mehr Geld und einen schnelleren Zugang zu den Forschungstöpfen bringen. © APA

Die FFG  bereitet als nationale Abwicklungsstelle derzeit die Umsetzung des EU-Forschungs- und Innovationsförderprogramm „Horizon 2020“ vor, das von 2014 bis 2020 laufen wird. Über das Programm sollen wenigstens 1 Milliarde an F&E-Fördermitteln nach Österreich fließen. Horizon 2020 ist das neue Forschungs-Finanzinstrument der Europäischen Union. Es wird mit € 80 Mrd. ausgestattet sein und gilt als das wichtigste grenzüberschreitende Forschungs- und Innovationsprogramm der Welt .

Einfachere Abwicklung bei höheren Mitteln
Mit Hilfe eines vereinfachten Programmaufbaus, einheitlicher Regeln und geringerem Verwaltungsaufwand wird die Zugänglichkeit der Fördermittel erleichtert. Kennzeichnend für „Horizon 2020“ sind: eine deutlich vereinfachte Erstattung durch Einführung eines einheitlichen Pauschalsatzes für die indirekten Kosten und Beschränkung auf nur zwei Fördersätze – für Forschungs- bzw. für marktnahe Tätigkeiten; eine einzige Anlaufstelle für Teilnehmer; weniger Aufwand bei der Ausarbeitung der Vorschläge; keine unnötigen Kontrollen und Audits.
Ein wichtiges Ziel ist die Verkürzung der Zeitspanne vom Tag der Antragstellung bis zum Eingang der Fördermittel um durchschnittlich 100 Tage, so dass Projekte schneller beginnen können. Es ist vorgesehen, dass die Europäische Union ihre Forschungsausgaben bis 2020 auf 3 % des BIP steigert. Damit werden der Rahmen und die Ziele vorgegeben, auf die die künftige EU-Finanzierung von Forschung und Innovation ausgerichtet werden sollte.

Die drei Hauptrichtungen
Mit „Horizon 2020“ werden schwerpunktmäßig drei Hauptziele gefördert. Unterstützt wird mit € 24,6 Mrd. die Stellung der EU in der Wissenschaft. Für den Europäischen Forschungsrat (ERC) werden die Fördermittel um 77 % aufgestockt. Die Sicherung der industriellen Führungsposition in der Innovation wird mit € 17,9 Mrd. unterstützt. Dies beinhaltet umfangreiche Investitionen in Höhe von € 13,7 Mrd. in Schlüsseltechnologien, einen leichteren Zugang zu Kapital und Unterstützung von KMU. Schließlich werden auch € 31,7 Mrd. für die Behandlung folgender Fragen bereitgestellt:

  • Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen
  • Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, marine und maritime Forschung sowie die Biowirtschaft
  • sichere, saubere und effiziente Energie
  • intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr
  • Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Rohstoffe sowie
  • integrative, innovative und sichere Gesellschaften.

Final Calls ausgeschrieben
Die WKO hat in einer Stellungnahme einen Vergleich zum seit 2007 laufenden Rahmenprogramm RP7 angestellt: Das Vorgängerprogramm von Horizon 2020 werden mit insgesamt € 55 Mrd. für Forschung und Innovation ausgestattet. Bisher wurden mit ihm 19 000 Projekte mit insgesamt über 79 000 Beteiligten (Universitäten, Forschungsorganisationen und Unternehmen) in allen EU-Mitgliedstaaten gefördert. Alles in allem hat die EU auf diesem Weg bis jetzt 25,3 Mrd. EUR beigetragen. Schätzungen zufolge werden mit dem Programm bis 2013 etwa 55 000 berufliche Laufbahnen einzelner Forscherinnen und Forscher unmittelbar unterstützt worden sein.

 

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