Neuer Fonds bietet zinsfreien Kredit für Betriebsübernehmer im Tourismus

06. Mai 2013 Drucken

Bei der 3. Tourismus-konferenz in Bregenz besprachen Bund und Länder die Erleichterung von Betriebsübergaben. Bis 2020 stehen laut einer Schätzung der KMU-Forschung Austria rund 2.000 Hotels in Österreich zur Übergabe an, 80 Prozent davon sind Familienbetriebe. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner kündigte an, einen neuen Übernehmerfonds ins Leben zu rufen, der bei größeren Investitionen anlässlich einer Betriebsübernahme […]

ÖHT fördert Hotel-Übernehmer mit zinsenlosem Kredit für qualitätsverbessernde Investitionen. © Rainer Sturm/pixelio.de

Bei der 3. Tourismus-konferenz in Bregenz besprachen Bund und Länder die Erleichterung von Betriebsübergaben. Bis 2020 stehen laut einer Schätzung der KMU-Forschung Austria rund 2.000 Hotels in Österreich zur Übergabe an, 80 Prozent davon sind Familienbetriebe. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner kündigte an, einen neuen Übernehmerfonds ins Leben zu rufen, der bei größeren Investitionen anlässlich einer Betriebsübernahme hilft.

Bis zu 70 % der Investitionskosten
Der Fonds steht Unternehmern, die einen elterlichen Tourismusbetrieb oder einen Betrieb über eine Übernahmebörse erwerben und innerhalb der ersten drei Jahre in qualitätsverbessernde Maßnahmen investieren, zur Verfügung. Die Übernehmer erhalten Darlehen mit Volumina von 350.000 Euro bis zu 1 Mio. Euro, jedoch maximal 70 Prozent der gesamten Investitionskosten. Abgewickelt wird die Förderung von der Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Der Bund übernimmt zur Besicherung die Haftung für 80 Prozent der Kreditsummen, die sieben teilnehmenden Bundesländer übernehmen in den ersten zehn Jahren der Laufzeit die Zinsen. Nach den zwei tilgungsfreien Anlaufjahren beträgt die Laufzeit zwischen acht und zwölf Jahren. Die Finanzierung erfolgt über Mittel aus dem European Recovery Program (ERP).

Kärnten und Wien nicht dabei
Kärnten nimmt nicht teil, da es dort zu diesem Thema im Rahmen der Jungunternehmerförderung bereits ein eigenes Angebot gebe. Wien lehnt eine Teilnahme ab mit der Begründung, andere Betriebsstrukturen zu haben.