Das neue GmbH-Gesetz im Ministerrat beschlossen

21. Mai 2013 Drucken

Wien (APA) Die Bundesregierung will die Gründung einer GmbH verbilligen. Im Ministerrat wurde beschlossen, künftig das Mindeststammkapital von 35.000 Euro auf 10.000 Euro zu senken, damit fällt die Bareinzahlung von 17.500 auf 5.000 Euro. Auch muss die Erst-eintragung nur in der Ediktsdatei bekannt gegeben werden, was 150 Euro einsparen soll. Derzeit über EU-Schnitt Im EU-Schnitt […]

Auch bestehende GmbHs dürfen ihr Stammkapital auf 10.000 Euro absenken. © Helene Souza/pixelio.de

Wien (APA) Die Bundesregierung will die Gründung einer GmbH verbilligen. Im Ministerrat wurde beschlossen, künftig das Mindeststammkapital von 35.000 Euro auf 10.000 Euro zu senken, damit fällt die Bareinzahlung von 17.500 auf 5.000 Euro. Auch muss die Erst-eintragung nur in der Ediktsdatei bekannt gegeben werden, was 150 Euro einsparen soll.

Derzeit über EU-Schnitt
Im EU-Schnitt brauche eine GmbH nur etwa 8.000 Euro Stammkapital, in Deutschland sei eine Gründung schon mit 1 Euro möglich. Die meisten neuen Firmen seien im Dienstleistungsbereich tätig und brauchten weniger Kapital. Außerdem habe sich gezeigt, dass das Mindeststammkapital im Krisenfall ohnehin meist nicht mehr zur Verfügung stehe, argumentiert das Justizministerium diesen Schritt.

Notar- und Rechtsanwaltskosten werden halbiert
Parallel zum Stammkapital sinken auch die Kosten für die Körperschaftssteuer von bisher mindestens 1.750 Euro auf mindestens 500 Euro im Jahr und die Notars- bzw. Rechtsanwaltskosten werden etwa halbiert. Für bestimmte Einpersonen-Gesellschaften soll die notarielle Gründung mit einer Mustersatzung bereits um rund 45 Euro möglich sein – das bringe eine Ersparnis von 1.100 Euro.

Auch bestehende GmbHs dürfen absenken
Auch schon bestehende GmbHs dürfen ihr Stammkapital auf 10.000 Euro absenken. Abgesehen von der niedrigeren Stammkapitalanforderung sollen die rechtlichen Regelungen für GmbHs unverändert bleiben.

 

Mehr zum Thema: