Traditionelle Airlines haben ihre Kosten den Billigfluglinien angepasst

22. Mai 2013 Drucken

Eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG zu den Kostenstrukturen der größten Fluggesellschaften hat ergeben, dass die Unterschiede zwischen den so genannten Billigfluglinien (wie Ryanair, easyJet) und den sogenannten „Legacy Carrier“ (wie Lufthansa, Air France/KLM, IAG) während der letzten sechs Jahre deutlich kleiner geworden sind. Airliner haben sich angepasst Die Unterschiede im Geschäftsmodell der beiden […]

Airlines, Luftfahrtgeschäft, Neubau des Luftfahrtgeschäftes

Der Großteil der Kostenreduktion ist auf die Restrukturierungsprogramme in den Jahren 2008 und 2009 zurückzuführen. © Thomas Schlueter/pixelio.de

Eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG zu den Kostenstrukturen der größten Fluggesellschaften hat ergeben, dass die Unterschiede zwischen den so genannten Billigfluglinien (wie Ryanair, easyJet) und den sogenannten „Legacy Carrier“ (wie Lufthansa, Air France/KLM, IAG) während der letzten sechs Jahre deutlich kleiner geworden sind.

Airliner haben sich angepasst
Die Unterschiede im Geschäftsmodell der beiden Fluglinien-Gruppen werden aus Kundensicht unbedeutender, da das Kurzstreckennetz der traditionellen Airlines mittlerweile direkt mit den Punkt-zu-Punkt Verbindungen der Billigfluglinien konkurriert.

Bilanzen nähern sich an
KPMG untersuchte die Jahresabschlüsse der nach Umsatz weltweit 25 größten Fluggesellschaften sowie der sechs wichtigsten Low Cost Carrier. Im Jahr 2006 waren die durchschnittlichen Kosten der traditionellen Fluggesellschaften noch um 3,6 US Cent pro Sitzplatzkilometer (ASK) teurer als die Kosten vergleichbarer Billigfluglinien. Im Jahr 2011 lag der Kostennachteil der traditionellen Airlines nur noch bei 2,5 US Cent pro ASK, was einem Rückgang von 30 Prozent entspricht. So lagen die Kosten pro ASK bei den Low Cost Carriern 2011 bei 7,3 US Cent pro ASK, bei den traditionellen Airlines bei 9,8 US Cent.

Harte Anpassungsstrategie
Der Großteil dieser Angleichung ist auf die Restrukturierungsprogramme der traditionellen Airlines in den Jahren 2008 und 2009 zurückzuführen. Der nach 2009 abnehmende Anpassungsprozess zeigt, dass traditionelle Airlines die größten Einsparpotenziale bereits umgesetzt haben und die verbleibenden Kostenunterschiede eher struktureller Natur sind. Gleichzeitig rollen derzeit viele Full-Service Airlines neue Programme zur Kosteneinsparung aus: Lufthansa will das Zukunftsprogramm SCORE weiter ausbauen und bis 2015 eine operative Ergebnissteigerung um 1,5 Milliarden Euro erreichen.

 

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