Sparpaket: Der Solidarbeitrag der Top-Verdiener

16. Juni 2013 Drucken

Das Solidarpaket für Topverdiener orientiert sich an Einkommen ab einem Gehalt von 13.000 Euro brutto bzw. an Jahresgewinnen von Unternehmern und Freiberuflern vor Steuer ab 175.118 Euro. Vorerst wird die Solidarabgabe befristet von 2013 bis 2016 eingeführt. Die Bundesregierung geht von einer Zielgruppe von 20.000 Betroffenen aus. Angestellte Entscheidungsträger Ein besonderes Steuerzuckerl für angestellte Manager ist […]

Die Solidarabgabe ist bis 2016 begrenzt - so der Stand heute. © Lupo/pixelio.de

Das Solidarpaket für Topverdiener orientiert sich an Einkommen ab einem Gehalt von 13.000 Euro brutto bzw. an Jahresgewinnen von Unternehmern und Freiberuflern vor Steuer ab 175.118 Euro. Vorerst wird die Solidarabgabe befristet von 2013 bis 2016 eingeführt. Die Bundesregierung geht von einer Zielgruppe von 20.000 Betroffenen aus.

Angestellte Entscheidungsträger
Ein besonderes Steuerzuckerl für angestellte Manager ist seit jeher die begünstigte Besteuerung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds. Während das laufende Gehalt mit dem Einkommensteuertarif von bis zu 50% besteuert wird, wird das 13. und 14. Gehalt mit nur 6% besteuert.
Hier setzt das Stabilitätsgesetz an: Von 2013 bis 2016 soll der begünstigte Steuersatz gestaffelt an den Normalsteuersatz von 50 % herangeführt werden:

  • Bei einem monatlichen Bruttogehalt bis € 13.280 soll das 13./14. Gehalt weiterhin dem Steuersatz von 6 % unterliegen.
  • Übersteigt das monatliche Bruttogehalt diesen Betrag und beträgt es weniger als € 25.781, wird der 13./14. Bezug mit 27% besteuert.
  • Für Bezüge von € 25.781 bis € 42.477 beträgt die Steuerbelastung des 13./14. Gehalts 35,75%;
  • für höhere Bezüge 50%.

Im Ergebnis kommt es durch die Solidarabgabe zu folgenden Steuererhöhungen:

Je nach Bruttobezug beläuft sich die Solidarabgabe auf folgende Beträge:

Für Unternehmer und Freiberufler wird der Gewinnfreibetrag reduziert
Um dieselben Steuersätze wie für Angestellte herzustellen, wird im Gegenzug für alle Unternehmer und Freiberufler der Gewinnfreibetrag reduziert:

  • für Gewinne bis € 175.000 bleibt der Gewinnfreibetrag 13 %
  • für Gewinne zwischen € 175.000 und € 350.000 wird der Gewinnfreibetrag auf 7 % reduziert
  • für Gewinne zwischen € 350.000 und € 580.000 wird der Gewinnfreibetrag auf 4,5 % reduziert
  • für Gewinne über 580.000 steht kein Gewinnfreibetrag mehr zu

Der maximale Gewinnfreibetrag beträgt dann € 45.350 (bisher maximal € 100.000); die Steuerersparnis kann in Folge nur noch bis zu € 22.675 betragen. Je nach Gewinn bedeutet dies folgende Solidarabgaben:

Quellen:

Wirtschaftstreuhänder – Steuerberater HORST WENINGER