Stromkennzeichnung beschlossen: Energie hat ab jetzt ein Mascherl

04. Juli 2013 Drucken

Wien (APA) Strom muss für Österreichs Kunden in Zukunft über einen verpflichtenden Herkunftsnachweis verfügen. Das beschloss der Nationalrat am Mittwoch mit einer einzigen Gegenstimme. SPÖ und Grüne jubelten, sie sahen damit ein „Atomstromverbot“ realisiert. Neu ist auch die Möglichkeit, online den Stromanbieter zu wechseln. Bei elektronischen Stromzählern wurde eine Widerspruchsmöglichkeit geschaffen. Erzeugungsquelle ist erkennbar Jede […]

Intelligente Stromzähler: Wer keinen will, kann den "Smart Meter" abwählen (opt out). Stromzähler © APA

Wien (APA) Strom muss für Österreichs Kunden in Zukunft über einen verpflichtenden Herkunftsnachweis verfügen. Das beschloss der Nationalrat am Mittwoch mit einer einzigen Gegenstimme. SPÖ und Grüne jubelten, sie sahen damit ein „Atomstromverbot“ realisiert. Neu ist auch die Möglichkeit, online den Stromanbieter zu wechseln. Bei elektronischen Stromzählern wurde eine Widerspruchsmöglichkeit geschaffen.

Erzeugungsquelle ist erkennbar
Jede Kilowattstunde Strom ist künftig mit einem Nachweis ihrer Erzeugungsform zu versehen, sodass in der Praxis nun auch Atomstrom als solcher ausgewiesen sein muss – und das auch bei Strom aus Pumpspeicherkraftwerken. Zusätzlich wird mit der Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes, des Gaswirtschaftsgesetzes und des Energie-Control-Gesetzes für den Energiegroßhandel ein Verbot des Insiderhandels und der Marktmanipulation sowie die Verpflichtung der Marktteilnehmer zur Registrierung verankert.

Opting out-Möglichkeit bei  „Smart meter“
Durch einen umfangreichen Abänderungsantrag wurden die Rahmenbedingungen für den Einsatz der als „Smart Meter“ bekannten intelligenten Stromzähler geändert. Verankert wurde eine Opt-Out Möglichkeit. Wer den neuen Zähler nicht will, bekommt ihn also auch nicht. Der mit den neuen Geräten möglichen Ablesung im Viertelstundentakt muss explizit zugestimmt werden.

 

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