Bei Freundschaftspreisen richtet sich USt nach "Normalwert", nicht nach Spezialpreis

12. Juli 2013 Drucken

Überlässt ein Unternehmer einem nahen Angehörigen Dienstleistungen oder Waren aus seinem Lagerbestand zu besonders günstigen Konditionen, dann ist die dem Staat geschuldete Umsatzsteuer dennoch vom „Normalwert“ und nicht vom reduzierten Verwandtschaftspreis zu berechnen, heißt es im Abgabenänderungsgesetz.  Was ist seit Jahreswechsel neu? Werden Gegenstände aus außerbetrieblichen Motiven günstig verkauft (zB Verkauf an Verwandte), dann muss seit […]

Unternehmen müssen höhere Ust von Normalpreis und nicht von Freundschaftspreis abführen. © Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Überlässt ein Unternehmer einem nahen Angehörigen Dienstleistungen oder Waren aus seinem Lagerbestand zu besonders günstigen Konditionen, dann ist die dem Staat geschuldete Umsatzsteuer dennoch vom „Normalwert“ und nicht vom reduzierten Verwandtschaftspreis zu berechnen, heißt es im Abgabenänderungsgesetz

Was ist seit Jahreswechsel neu?

Werden Gegenstände aus außerbetrieblichen Motiven günstig verkauft (zB Verkauf an Verwandte), dann muss seit 1.1. 2013 jener Preis angesetzt werden, der auch jeder dritten Person verrechnet wird. Rabatte und Skonti, die auch fremden Dritten gewährt werden, fallen daher nicht unter die Neuregelung.
Ausnahme: Die Lieferung sowie die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken fällt nicht unter die Normalwertregelung.

Beispiel:

Ein Fahrradhändler verkauft seiner Tochter ein Fahrrad um 300 Euro. Der Normalverkaufspreis beträgt 600 Euro. Der Fahrradhändler hat beim Erwerb des Fahrrades die Vorsteuer geltend gemacht. Die Tochter ist als Privatperson nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Der Normalwert beträgt 600 Euro und bildet die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer.