Lesegewohnheiten: E-Books finden nur langsam neue Nutzer

31. Juli 2013 Drucken

Elektronische Bücher bleiben die Ausnahme: Lediglich 14 Prozent der Österreicher haben bereits ein E-Book gelesen. Ein Drittel der Bevölkerung zählen sich überhaupt zu den Nichtlesern, heißt es in einer INTEGRAL-Umfrage. Auch auf der Urlaubsreise bleibt das gedruckte Buch der zuverlässigste Begleiter.  Frauen lesen mehr 64% der Österreicher geben an, innerhalb der letzten 3 Monate zumindest […]

Erst 14 Prozent aller Leser nützen zumindest gelegentlich elektronische Bücher. |© Julien Christ/pixelio.de

Elektronische Bücher bleiben die Ausnahme: Lediglich 14 Prozent der Österreicher haben bereits ein E-Book gelesen. Ein Drittel der Bevölkerung zählen sich überhaupt zu den Nichtlesern, heißt es in einer INTEGRAL-Umfrage. Auch auf der Urlaubsreise bleibt das gedruckte Buch der zuverlässigste Begleiter. 

Frauen lesen mehr

64% der Österreicher geben an, innerhalb der letzten 3 Monate zumindest ein Buch gelesen zu haben. Frauen sind dabei mit 70% deutlich lesebegeisterter als Männer (58%). Die Leseneigung steigt mit höherer Schulbildung an.Das beliebteste Genre sind Sachbücher (62% der Bücherleser), gefolgt von Kriminalromanen (45%). Comics, Gedichtbände und Science Fiction erreichen hingegen nur je etwa ein Sechstel der Leser.

Gedruckte Bücher behalten ihre Anhänger

Die überwiegende Mehrheit zählt sich nach wie vor zu den Papieranhängern, lediglich 14% haben bereits ein E-Book gelesen. Innerhalb de/ letzten zwei Jahre bedeutet dies dennoch eine Steigerung um über die Hälfte. Innerhalb der E-Book-Leser haben die Männer leicht die Nase vorn. Die Affinität zur elektronischen Literatur ist bei jungen Menschen am höchsten und sinkt mit zunehmendem Alter. Für die Auswahl eines elektronischen Buches ist außerdem die Schulbildung ein wesentlicher Treiber: So ist der Anteil der E-Book-Nutzer bei den Befragten mit Matura mit 21% drei Mal so hoch wie bei den Personen mit Pflichtschulabschluss.

40 % der E-Book-User tun dies magels Printausgabe

Der Umstieg auf elektronische Bücher wird nur zögerlich vollzogen. Ein Drittel der E-Booknutzer liest regelmäßig E-Books, jeder Fünfte gelegentlich, und vier von zehn greifen nur selten bzw. nur mangels Papier-Alternative zu dieser Variante. Durchschnittlich lesen die Verwender von Kindle & Co vier von zehn Büchern elektronisch. INTEGRAL unterstreicht, dass auch ausgesprochene E-Book-Freunde die Papierform für bestimmte Literaturgattungen (z.B. Belletristik) oder für bestimmte Situationen (z.B. Lesen im Bett) bevorzugen. Viele möchten das haptische Lese-Erlebnis nicht ganz missen. Weiters spielen speziell bei der Urlaubslektüre Stoß- und Wasserfestigkeit sowie Schutz vor Diebstählen eine entscheidende Rolle.

Umfragemodus: INTEGRAL hat non 10. bis 24.6. 500 Personen repräsentativ für die Bevölkerung ab 14 Jahren befragt.