Unternehmen zögern bei der Umstellung auf „grüne“ Dienstwagen

28. Oktober 2013 Drucken

Dienstwagen mit alternativem Antrieb sind bisher kein Thema für Unternehmen, heißt es in einer deutschen Umfrage. Lediglich fünf Prozent der befragten Firmen haben bereits in Dienstfahrzeuge mit alternativem Antrieb investiert. Audi bleibt die beliebteste Marke unter den Firmenwägen, Die Budgets reichen von 35-65.000 Euro.  Geplant, aber nicht umgesetzt Immerhin 64 Prozent der Unternehmen können sich […]

Audi bleibt der gefragteste Firmenwagen Deutschlands. Öko-Antrieb spielt noch keine Rolle.| © Audi

Audi bleibt der gefragteste Firmenwagen Deutschlands. Öko-Antrieb spielt  keine Rolle.| © Audi

Dienstwagen mit alternativem Antrieb sind bisher kein Thema für Unternehmen, heißt es in einer deutschen Umfrage. Lediglich fünf Prozent der befragten Firmen haben bereits in Dienstfahrzeuge mit alternativem Antrieb investiert. Audi bleibt die beliebteste Marke unter den Firmenwägen, Die Budgets reichen von 35-65.000 Euro. 

Geplant, aber nicht umgesetzt

Immerhin 64 Prozent der Unternehmen können sich vorstellen, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben anzuschaffen. Und rund die Hälfte der Befragten zieht in Betracht, Fahrer- und Ökotrainings anzubieten und ihre Fahrzeugflotte nach den Kriterien geringerer Hubraum und reduzierter CO2-Ausstoß umzubauen. Statusdenken und die Bedeutung des Dienstwagens als Motivationsfaktor auf der einen Seite behinderten die stringente Umsetzung einer grünen Dienstwagenpolitik, heißt es in der Analyse. Für die Firmenwagen-Studie 2013 hat die Managementberatung Kienbaum 250 Firmen befragt hat.

Ökologische Ausstattung ist nur selten vorgeschrieben

Die befragten Unternehmen statten ihre Dienstwagen selten unter ökologischen Aspekten aus: Für 91 Prozent der Unternehmen sind vor allem eine Freisprechanlage und für 71 Prozent ein Navigationsgerät feste Bestandteile eines Dienstwagens. Lediglich zwölf Prozent der Studienteilnehmer schreiben eine CO2-Begrenzung vor und acht Prozent eine ökologische Gesamtausstattung. Die Mitarbeiter wünschen sich hingegen für ihren Dienstwagen vor allem flexible Einsetzbarkeit, Fahrkomfort und Sicherheit.

Audi gehört auf allen Jobebenen zur beliebtesten Automarke

Audi ist in den von Kienbaum befragten Unternehmen die beliebteste Automarke bei Firmenwagen: 42 Prozent der Geschäftsführer und mehr als der Hälfte der oberen und mittleren Führungsebene fahren einen Audi. Daneben zählen BMW und Volkswagen zu den beliebtesten Marken. 22 Prozent der Referenten und Spezialisten und 47 Prozent der  Außendienstmitarbeiter bevorzugen die Marke Volkswagen.

Die meisten Führungskräfte dürfen den Dienstwagen auch privat nutzen
Auf den oberen Führungsebenen haben fast alle Mitarbeiter das Recht, ihren Firmenwagen unbegrenzt für private Zwecke zu nutzen: Mit 96 Prozent ist für fast alle Geschäftsführer eine unbegrenzte Privatnutzung des Dienstwagens möglich. 77 Prozent der Mitarbeiter auf der oberen Führungsebene dürfen ihren Dienstwagen auch in ihrer Freizeit nutzen. Im Vergleich dazu haben nur 20 Prozent der Mitarbeiter auf der operativen Führungsebene die Möglichkeit, ihren Firmenwagen unbegrenzt privat zu nutzen.

Anspruch auf einen Dienstwagen steigt mit der Hierarchieebene
Je höher die Position in einem Unternehmen, desto höher ist der Anteil der Mitarbeiter, die Anspruch auf einen Dienstwagen haben: Lediglich zwölf Prozent der Spezialisten und Referenten und 44 Prozent der Mitarbeiter auf der mittleren Führungsebene fahren einen Dienstwagen. Hingegen haben drei Viertel der oberen Führungsebene und 79 Prozent des Außendienstes Anspruch auf einen von der Firma gestellten Wagen. Mit einem Anspruch von 95 Prozent kommt die Ebene der Geschäftsführung fast komplett in den Genuss eines Dienstwagens.

Anschaffungsbudget und Leasingraten sind relativ ähnlich

Die Anschaffungsbudgets und die Leasingraten sind auf den verschiedenen Ebenen – ausgenommen der Geschäftsführung und der oberen Führungsebene –  jeweils ähnlich hoch: Bei den Spezialisten, Referenten und den Mitarbeitern im Außendienst liegt das durchschnittliche Anschaffungsbudget bei der Hälfte der Unternehmen zwischen 30.000 und 45.000 Euro. Die mittlere Führungsebene verfügt über Firmenwagen mit einem durchschnittlichen Anschaffungsbudget zwischen 35.000 und 50.000 Euro. Ein Viertel der Mitarbeiter der oberen Führungsebene erhalten dagegen einen Firmenwagen mit einem Budget von mehr als 65.000 Euro, während mehr als die Hälfte der Geschäftsführer sogar einen Dienstwagen im Wert von mehr als 65.000 Euro fährt. Kienbaum ist in Deutschland Marktführer im Executive Search und im HR-Management.

 

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