Wiener Zinshausmarkt: Preise seit 2009 deutlich angestiegen

12. November 2013 Drucken

Der Wiener Zinshausmarkt war in den vergangenen fünf Jahren – trotz variierender Umsätze – ein stabiler und essentieller Faktor am heimischen Immobilienmarkt und damit klarer „Gewinner“ der Finanzkrise. Dies geht aus dem aktuellen Zinshaus-Marktbericht der Wiener OTTO Immobilien Gruppe hervor, der diese Woche präsentiert wurde. Weiteres Ergebnis der umfangreichen Untersuchung: Die Preise am Wiener Zinshausmarkt […]

Wiener Zinshäuser sind so gefragt wie nie. |© Petra Dirscherl / pixelio.de

Wiener Zinshäuser sind so gefragt wie nie. |© Petra Dirscherl / pixelio.de

Der Wiener Zinshausmarkt war in den vergangenen fünf Jahren – trotz variierender Umsätze – ein stabiler und essentieller Faktor am heimischen Immobilienmarkt und damit klarer „Gewinner“ der Finanzkrise. Dies geht aus dem aktuellen Zinshaus-Marktbericht der Wiener OTTO Immobilien Gruppe hervor, der diese Woche präsentiert wurde. Weiteres Ergebnis der umfangreichen Untersuchung: Die Preise am Wiener Zinshausmarkt sind in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt um rund ein Drittel angestiegen, die Renditen sind dementsprechend kontinuierlich gefallen.

Spitzenwerte bei Gründerzeit-Zinshäusern

Der aktuelle Zinshaus-Marktbericht erfasste sämtliche im Grundbuch registrierte Transaktionen vom Jänner 2008 bis zum Juni 2013 und liefert so eine profunde Übersicht über die „bewegte Entwicklung am Markt“, betonte Studienautorin Lene Kern M.A. So wurde etwa 2008 ein Umsatz von EUR 680 Mio. registriert, im Jahr 2009 ein Umsatz von mehr als 1 Mrd. Euro, im Folgejahr sank diese Wert wieder auf EUR 836 Mio. Zum Teil deutlich gestiegen sind die Mindestpreise, heißt es im Marktbericht weiter. Während man im Herbst 2009 in einigen Lagen für manche Objekte EUR 300,- pro m2 bezahlt hatte, muss man heute für vergleichbare Häuser zumindest EUR 660,- pro m2, also mehr als das Doppelte, aufwenden. Geringer hingegen die Preissteigerung im Top-Segment: lagen die Spitzenpreise für ein Gründerzeit-Zinshaus bzw. -Zinshausanteil im Herbst 2009 noch bei 5.000,- pro m2, so stieg dieser Wert bis zum Herbst 2013 auf EUR 5.510 pro m2, also um rund 10 Prozent.

Reziprok dazu entwickelten sich die Renditen in den letzten fünf Jahren: Während zu Studienbeginn im Jahr 2009 die geringsten Renditen noch bei 2 Prozent lagen, sind diese seither auf 1,4 Prozent gesunken. Auch von Spitzenrenditen von 7,6 Prozent im Herbst 2009 kann man heute nur träumen – 6 Prozent sind aktuell die höchsten Renditen, recherchierte OTTO Immobilien.

2013: Nur geringe Umsätze im ersten Halbjahr

Für den Wiener Zinshaus-Marktbericht wurden neben dem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre auch wieder die aktuellen Jahresumsätze erhoben: demnach waren mit nur knapp EUR 199 Mio. die Umsätze im ersten Halbjahr 2013 besonders schwach, auch die Zahl der Transaktionen war geringer als in den Vorjahren. „Im Herbst allerdings hat die Nachfrage vor allem von Privatanlegern nach entwickelten Häusern wieder zugenommen“ berichtet Markus Steinböck, Experte für Zinshäuser bei OTTO Immobilien.

Die Preise und Renditen zeigten sich heuer auf konstantem Niveau: Die niedrigsten Einstiegspreise mit EUR 660,- pro m2 findet man weiterhin in den Bezirken 10 und 11. Dies war in den vergangenen 5 Jahren zugleich auch die aktivste Region – immerhin 300 Häuser wechselten in diesem Zeitraum in Favoriten und Simmering den Besitzer.

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