NEWSROOM-Wissen: Die Kapazitäten der österreichischen Tourismus-Wirtschaft

15. Januar 2014 Drucken

Österreichs Tourismus-Industrie konnte 2012/2013 ihren Gästen 1,1 Mio. Betten in Hotels, Pensionen und Privatunterkünften anbieten. Davon befinden sich mehr als die Hälfte in Salzburg und Tirol. Die Zahl der privaten und gewerblichen Beherbergungsbetriebe liegt bei 64.000. Zwei Drittel der Bettenkapazitäten sind gewerblich.  Betten nehmen zu, Betriebe ab  Wie aus den Daten der aktuellen Bestandserhebung 2012/13 […]

Spitzenhotellerie verfügt über eine deutlich bessere Auslastung als Betriebe der preiswerteren Kategorien. | © Rainer Sturm/pixelio.de Unterkünfte.

Die Spitzenhotellerie verfügt über eine deutlich bessere Auslastung als Betriebe der preiswerteren Kategorien. | © Rainer Sturm/pixelio.de Unterkünfte.

Österreichs Tourismus-Industrie konnte 2012/2013 ihren Gästen 1,1 Mio. Betten in Hotels, Pensionen und Privatunterkünften anbieten. Davon befinden sich mehr als die Hälfte in Salzburg und Tirol. Die Zahl der privaten und gewerblichen Beherbergungsbetriebe liegt bei 64.000. Zwei Drittel der Bettenkapazitäten sind gewerblich. 

Betten nehmen zu, Betriebe ab 

Wie aus den Daten der aktuellen Bestandserhebung 2012/13 von Statistik Austria hervorgeht, stehen in- und ausländischen Gästen rd. 1,10 Mio. Betten in 64.000 gewerblichen und privaten Beherbergungsbetrieben zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Bettenbestand leicht zu (+0,6%), während die Anzahl der Betriebe um 0,9% sank. Die Auslastung der Betten lag im Winter mit 35,2% um 3,3 Prozentpunkte über jener im Sommer (31,9%), wobei im Vergleich zur jeweiligen Vorjahressaison die Werte im Winter wie im Sommer jeweils um 0,2 Prozentpunkte zunahmen.

Mehr als die Hälfte des Bettenangebots in Tirol und Salzburg

51,0% des Bettenangebots waren in den nächtigungsstärksten Bundesländern Tirol (23.100 bzw. 350.800) und Salzburg (11.400 bzw. 210.000) zu finden, wobei sich in beiden Bundesländern die Zahl der Betten gegenüber dem Vorjahresberichtszeitraum nur geringfügig veränderte (Salzburg: +0,6%, Tirol: +0,3%). Nennenswerte Rückgänge der Bettenanzahl gab es in Oberösterreich und Vorarlberg (jeweils 1,5 %), während in Wien(+8,6%) diesbezüglich die höchsten Zuwächse zu beobachten waren.

Drei Viertel der Kapazitäten sind gewerblich

Die insgesamt zur Verfügung stehenden Betten verteilen sich zu beinahe drei Viertel (795.300) auf gewerbliche Betriebe, der Rest auf private Betriebe (304.100). Das Nächtigungsverhältnis liegt betreffend gewerblicher und privater Betriebe bei 82,8% zu 17,2%, das Verhältnis der Anzahl der Betten bei 72,3% zu 27,7%, während die Zahl der gewerblichen Betriebe erheblich geringer als jene der privaten Betriebe ist (30,9% zu 69,1%; siehe Tabelle 1).

Bettenauslastung in den 5-/4-Stern-Betrieben am höchsten

Generell war die Auslastung in gewerblichen Beherbergungsbetrieben deutlich höher (Winter: 38,9%, Sommer: 37,5%) als in privaten Beherbergungsbetrieben (Winter: 25,0%, Sommer: 17,2%). Die höchste Auslastung erreichten die 5-/4-Stern-Betriebe (Winter: 49,0%, Sommer: 51,4%). In der Winter- wie in der Sommersaison 2012/13 wurden im Vergleich zu den Saisonen im Vorjahr Auslastungszuwächse in den privaten Beherbergungsbetrieben verzeichnet (Winter: +1,0 Prozentpunkt, Sommer: +0,5Prozentpunkte). Das ist auf einen rückläufigen Bettenbestand in privaten Beherbergungsbetrieben (Winter: -0,8%, Sommer: -1,1%) und auf eine Nächtigungszunahme (Winter: 3,6%, Sommer: 1,9%) zurückzuführen. Die Auslastung in gewerblichen Beherbergungsbetrieben sank in der Wintersaison geringfügig (-0,3 Prozentpunkte), und stagnierte im Sommer; dies ist auf ähnlich hohe Wachstumsraten beim Bettenbestand (Winter: 2,2%, Sommer: 1,1%) bzw. bei den Nächtigungen (Winter: 1,6%, Sommer: 1,0%) zurückzuführen.

 

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