Pensionskassen-Rendite 2013 ein Mehrfaches über Zinsniveau

16. Januar 2014 Drucken

Wien (APA) – Die österreichischen Pensionskassen erzielten im Vorjahr eine durchschnittliche Rendite von plus 5,14 Prozent, nach plus 8,4 Prozent 2012. Für heuer ist der Fachverband Pensionskassen angesichts einer besseren Konjunktur und einem Abflauen der Eurokrise „vorsichtig optimistisch“. Die Zahl der Berechtigten stieg um 2 Prozent auf fast 840.000, das verwaltete Vermögen um 7 Prozent […]

Nach den Problemen der Krisenjahre zeigen die Pensionskassen 2012 und 2013 eine gute Performance.  © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

Nach den Problemen der Krisenjahre zeigen die Pensionskassen 2012 und 2013 eine solide Performance. |© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

Wien (APA) – Die österreichischen Pensionskassen erzielten im Vorjahr eine durchschnittliche Rendite von plus 5,14 Prozent, nach plus 8,4 Prozent 2012. Für heuer ist der Fachverband Pensionskassen angesichts einer besseren Konjunktur und einem Abflauen der Eurokrise „vorsichtig optimistisch“. Die Zahl der Berechtigten stieg um 2 Prozent auf fast 840.000, das verwaltete Vermögen um 7 Prozent auf 17,4 Mrd. Euro.

Reale Auswirkungen sind ab März wirksam

Angaben dazu, wie sich das Ergebnis des Vorjahres auf die Pensionen auswirken wird, gab es heute nicht. Die Zahlen würden bis Anfang März auf dem Tisch liegen, so Fachverbandsobmann und Valida-Chef Andreas Zakostelsky heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz. Es seien noch Berechnungen etwa in einzelnen Verträgen nötig.

Gutes Ergebnis

Die Performance von (vorläufig) 5,14 Prozent sei angesichts eines heraufordernden Jahres für die Veranlagung ein sehr vernünftiger und sehr guter Wert. Eine zentrale Herausforderung seien die niedrigen Zinsen gewesen. Ein wichtiger Faktor für das positive Ergebnis sei die spürbare Erholung der Aktienmärkte gewesen. Im langjährigen Durchschnitt seit 1991 lag das Veranlagungsergebnis bei 5,63 Prozent jährlich. In den vergangenen zehn Jahren waren es durchschnittlich plus 3,93 Prozent und in den vergangenen fünf Jahren plus 5,21 Prozent pro Jahr.

Rechnungszinssatz für Neuverträge von 3,5 Prozent

In der Vergangenheit hat es immer wieder Kürzungen für Firmenpensionisten gegeben, die stark kritisiert werden, beispielsweise vom Schutzverband der Pensionskassenberechtigten (Pekabe). Es handelt sich dabei vor allem um aus den 1990-er Jahren stammende Verträgen mit hohen Rechnungszinsen. Der Anteil der Pensionskassenverträge mit einem Rechnungszinssatz von über 5,5 Prozent liegt laut Zakostelsky bei 8,5 Prozent. Ab dem Jahr 2004 durften nur mehr Verträge mit einem Rechnungszinssatz von maximal 3,5 Prozent abgeschlossen werden. Seit Mitte 2011 sind nur mehr maximal 3 Prozent zulässig. Eine weitere Senkung ist nicht aktuell. Für bestehende Verträge gab es dabei keine Änderungen. Bei 10 Prozent aller Verträge sei seit der Rechnungsparameter-Verordnung der Finanzmarktaufsicht der Rechnungszins freiwillig gesenkt worden.

5000 neue Bezieher

Von den rund 840.000 Pensionskassen-Berechtigten waren rund 83.000 bereits in Pension, nach rund 76.000 im Jahr davor. Die durchschnittliche Pensionshöhe sei bei 470 Euro im Monat gelegen, so der Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen, Fritz Janda. Die Pensionsleistungen stiegen um 20 Mio. auf rund 544 Mio. Euro. Die Pensionskassen seien der größte private Pensionszahler, wurde heute betont.