NEWSROOM-Wissen: Das Auto im Steuerrecht

20. Februar 2014 Drucken

Unternehmer, die den eigenen Pkw zu mehr als 50% betrieblich nutzen, können Ausgaben aliquot als Betriebsausgaben absetzen. Für Privatfahrten ist de Privatanteil auszuscheiden. Kilometergeld rechnet sich vorrangig bei Autos mit niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten. Bei teureren Karrossen ist die Absetzung der echten Kosten steuerlich lukrativer. Betriebsausgaben sind:  die Absetzung für Abnutzung („Abschreibung“) Ausgaben für Kfz-Versicherung Tankbelege Parkscheine […]

Excel-Dateien werden nicht mehr als Fahrtenbücher akzeptiert. |© Hans-Peter Reichartz/pixelio.de

Excel-Dateien haben als Fahrtenbücher ausgedient. |© Hans-Peter Reichartz/pixelio.de

Unternehmer, die den eigenen Pkw zu mehr als 50% betrieblich nutzen, können Ausgaben aliquot als Betriebsausgaben absetzen. Für Privatfahrten ist de Privatanteil auszuscheiden. Kilometergeld rechnet sich vorrangig bei Autos mit niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten. Bei teureren Karrossen ist die Absetzung der echten Kosten steuerlich lukrativer.

Betriebsausgaben sind: 

  • die Absetzung für Abnutzung („Abschreibung“)
  • Ausgaben für Kfz-Versicherung
  • Tankbelege
  • Parkscheine etc.

Abschreibungsdauer und Luxustangente
Die Finanz akzeptiert die Abschreibung eines Pkws auf 8 Jahre. Daher dürfen pro Jahr maximal 12,5 /% des Anschaffungswertes abgeschrieben werden. Als maximaler Anschaffungspreis gelten EUR 40.000. Darüber hinausgehende Kosten werden als „Luxustangente“ ausgeschieden, wie die Wiener  in ihrem Newsletter informiert.

Gleiche Regelung bei Leasingfinanzierung
Auch beim Leasing wird von einer achtjährigen Nutzungsdauer ausgegangen – egal wie lange der Vertrag läuft. Für Gebrauchtwagen, die nicht älter als 60 Monate sind, ist der Neupreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung heranzuziehen.

Kilometergeld
Wird das Kfz nicht überwiegend (dh weniger als 50%) betrieblich genutzt, können entweder die anteiligen Kosten oder das amtliche Kilometergeld (derzeit EUR 0,42/km) abgesetzt werden. Mit dem Kilometergeld werden Aufwendungen wie zB Benzin, Vignette, Reparaturen, Kfz-Versicherungen oder Autofahrer-Mitgliedsbeiträge abgegolten.
Kilometergelder können jährlich nur für max 30.000 betrieblich gefahrene Kilometer geltend gemacht werden. Wird diese jährliche Kilometergrenze überschreiten, so sind entweder nur das Kilometergeld für die Obergrenze von 30.000 km – das sind € 12.600 – oder die tatsächlich entstandenen Kosten für die gesamten (dh auch für mehr als 30.000 km) betrieblich gefahrenen Kilometer als Betriebsausgabe abzugsfähig. Wird der Pkw des Partners genutzt, kann für die beruflichen Fahrten Kilometergeld geltend machen.

FahrtenbuchDie betriebliche Nutzung des Fahrzeuges ist grundsätzlich mittels Fahrtenbuch nachzuweisen. Darin sind Datum, Kilometerstand, Ausgangs- und Zielpunkt, Zweck der einzelnen Fahrt und die zurückgelegten Tageskilometer (aufgegliedert in berufliche und private Kilometer) aufzuzeichnen. Die privat gefahrenen Kilometer müssen allerdings nur bei der Verrechnung der tatsächlichen Kosten aufgezeichnet werden. Bei der Führung Ihres Fahrtenbuchs müss gewährleistet sein, dass die Daten nachträglich nicht manipuliert werden können.  Das Fahrtenbuch muss in gebundener bzw. geschlossener Form geführt werden – eine „Loseblattsammlung“ entspricht nicht den Anforderungen der Finanzverwaltung. In Excel geführte Fahrtenbücher sind nicht mehr erlaubt.

Der Schluss

Je höher die Anschaffungs- und Betriebskosten eines Fahrzeuges, desto günstiger ist der Ansatz der tatsächlichen Kosten. Im Falle eines preiswerten Fahrzeuges oder einer hohen Kilometerleistung ist die Berücksichtigung durch das Kilometergeld empfehlenswert.