Die letzten Retuschen des Abgabenänderungsgesetzes 2014

07. März 2014 Drucken

  Am 28.2.2014 wurde das Abgabenänderungsgesetz 2014 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Regierungsvorlage wurde noch im Finanzausschuss und durch einen Abänderungsantrag im Plenum des Nationalrates geändert. Die Steuerberaterin Eva Pernt verweist auf die neuralgischen Punkte.  Gewinnfreibetrag Ursprünglich war beabsichtigt, Wertpapiere zur Gänze als begünstigte Investition für die Geltend­machung des Gewinnfreibetrages auszuschließen. Diese Einschränkung, die  insbesondere bei […]

 

Das Steuerpaket 2014 hat kurz vor Beschlussfassung noch einige Änderungen erlebt. |© Jorma Bork/pixelio.de

Das Steuerpaket 2014 hat kurz vor Beschlussfassung noch einige Änderungen erlebt. |© Jorma Bork/pixelio.de

Am 28.2.2014 wurde das Abgabenänderungsgesetz 2014 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Regierungsvorlage wurde noch im Finanzausschuss und durch einen Abänderungsantrag im Plenum des Nationalrates geändert. Die Steuerberaterin Eva Pernt verweist auf die neuralgischen Punkte. 

Gewinnfreibetrag

Ursprünglich war beabsichtigt, Wertpapiere zur Gänze als begünstigte Investition für die Geltend­machung des Gewinnfreibetrages auszuschließen. Diese Einschränkung, die  insbesondere bei frei­beruflich Tätigen dazu geführt hätte, dass sie vom Gewinnfreibetrag weitgehend ausgeschlos­sen sind, wurde wieder abgeschwächt. Künftig kann jetzt wieder ein Gewinnfreibetrag auch beim Kauf von Wohnbauanleihen (Wandel­schuldverschreibungen)  geltend gemacht wer­den.

Normverbrauchsabgabe

Die NoVA wird durch (wieder) Einziehen eines Höchststeuersatzes von 32 % für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von 250 g/km gedeckelt. Allerdings fällt bei einem CO2-Ausstoß über 250 g/km eine Zusatzsteuer von 20 Euro/g an. Neu ist ebenfalls, dass die alte NoVA-Regelung bei einem vor dem 16.2.2014 abgeschlossenen Kaufvertrag nur dann zur Anwendung kommt, wenn die Übergabe des Fahrzeuges vor dem 1.10.2014 erfolgt.

GmbH light

Die in der Regierungsvorlage vorgesehene Ver­pflichtung zur (jährlichen) Bildung einer Grün­dungsrücklage für Neugründer bzw für bestehen­de GmbHs, die das Stammkapital unter 35.000 € herabgesetzt haben, wird entfallen. Aller­dings bleibt die grundsätzliche Verpflichtung, die Mindesteinzahlung nach spätestens zehn Jahren auf 17.500 € aufzustocken. Weiters wurde die Verpflichtung, auf den Geschäftspapieren auf die Gründungsprivilegierung hinzuweisen, gestrichen.

Ausländische Betriebsstättenverluste – Übergangsregelung

Die bis zur Veranlagung 2014 (RV: 2012) berücksichtigten und noch nicht nachver­steuerten Verluste aus Staaten ohne umfassen­de Amtshilfe müssen mindestens zu je einem Drittel in den Jahren 2016 bis 2018 (RV: 2015 bis 2017) nachversteuert werden. Verluste aus Betrieben oder Betriebsstätten aus Wirtschaftsjahren, die vor dem 1.3.2014 enden, müssen jedoch nicht nachversteuert werden, wenn sie aus Betrieben oder Betriebsstätten stammen, die vor dem 1.3.2017 (RV: 1.3.2014) veräußert oder aufgegeben wurden und im Ausland nicht mehr verwertet werden können.