Gedämpfte Aussichten in der Maschinen- & Metallwarenindustrie

29. April 2014 Drucken

Die Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2013 zurück und beobachtet ein schwaches erstes Quartal 2014. Mit einem Nullwachstum im Vorjahr – preisbereinigt war die Produktion sogar negativ – und einem spürbaren Rückgang bei den Auftragseingängen ist die Produktivität in der MMI deutlich im Minus. Gleichzeitig verschlechtern sich die heimischen Standortbedingungen zusehends […]

Die Maschinen- und Metallwarenindustrie kämpft mit Auftragsrückgang. |© Siegbert Pringer / pixelio.de

Die Maschinen- und Metallwarenindustrie kämpft mit Auftragsrückgang. |© Siegbert Pringer / pixelio.de

Die Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2013 zurück und beobachtet ein schwaches erstes Quartal 2014. Mit einem Nullwachstum im Vorjahr – preisbereinigt war die Produktion sogar negativ – und einem spürbaren Rückgang bei den Auftragseingängen ist die Produktivität in der MMI deutlich im Minus. Gleichzeitig verschlechtern sich die heimischen Standortbedingungen zusehends – von den Arbeitskosten bis zur Flexibilität bei der Arbeitszeit, bilanziert der Fachverband der Maschinen und Metallwaren Industrie.

Stagnierendes Wachstum

Der Produktionswert der MMI – mit derzeit über 120.000 Beschäftigten in 1.200 Betrieben eine der absoluten Schlüsselbranchen der Industrie – lag 2013 bei 34,5 Mrd. Euro. Das bedeutet ein nominelles Wachstum von 0 %. Real, d. h. preisbereinigt, gab es sogar ein Minus von 2 %. Gleichzeitig verzeichneten die Betriebe einen Rückgang um -1,4 % (real -3,4 %) bei den Auftragseingängen. Gestiegen ist der Exportanteil, nämlich um 5,2 %.

„2013 sind die Maschinenbauer mit einem blauen Auge davon gekommen – eben, weil die Nachfrage im Ausland so groß war“, so der Fachverband. Besonders die Exporte nach Russland waren im letzten Jahr ein enormer Posten, was sich insbesondere auf den viel zitierten „Sotschi-Effekt“ zurückführen lässt.

Hohe Kosten behindern Wettbewerb

Egal, an wen die Maschinenbauer verkaufen, sie stehen immer im Wettbewerb mit Unternehmen aus der ganzen Welt. Der Anstieg der österreichischen Arbeitskosten um 18,9 % seit 2008 stellt die massivste Steigerung im gesamten Euroraum dar. Mittlerweile kostet die Arbeitsstunde in Österreichs Industrie über 33 Euro. Generell ist die finanzielle Belastung von Produktionsbetrieben in Österreich aus Sicht des FMMI zu hoch.

Knackpunkt Flexibilität

Auch extrem schwankende Auftragseingänge und Konjunkturperioden stellen die Betriebe vor große Herausforderungen: Immer häufiger müssen längere Flauten überbrückt, aber im Falle eines Auftrages meist sehr kurzfristig große Volumina abgearbeitet werden.