NEWSROOM-Wissen: So bringen Sie eine Umsatzsteuer-Rechnung in Form

13. Mai 2014 Drucken

Unternehmer müssen alle Inhalte einer Rechnung auf Richtigkeit prüfen. Wird die Rechnung bewusst oder aus grober Fahrlässigkeit in Bezug auf umsatzsteuerlich relevante Sachverhalte  falsch ausgestellt, kann dies zu einem steuerrechtlichen Verfahren führen, Fehlen Rechnungsinformationen, ist der Vorsteuerabzug gefährdet. Bei elektronischen Rechnungen ist eine Signatur notwendig.   Das muss eine Rechnung beinhalten Die nachstehend aufgelisteten Bestandteile […]

Was braucht eine Rechnung, wie sieht eine Rechnung aus

Formelle Rechnungsfehler bestraft der Fiskus gerne mit Aberkennung des Vorsteuerabzugs. |© Michael Staudinger/pixelio.de

Unternehmer müssen alle Inhalte einer Rechnung auf Richtigkeit prüfen. Wird die Rechnung bewusst oder aus grober Fahrlässigkeit in Bezug auf umsatzsteuerlich relevante Sachverhalte  falsch ausgestellt, kann dies zu einem steuerrechtlichen Verfahren führen, Fehlen Rechnungsinformationen, ist der Vorsteuerabzug gefährdet. Bei elektronischen Rechnungen ist eine Signatur notwendig.  

Das muss eine Rechnung beinhalten

Die nachstehend aufgelisteten Bestandteile der Rechnung sind erforderlich, damit Ihr Business-to-Business Kunde seine Vorsteuerabzugsberechtigung auch auf Ihre Rechnung anwenden kann.

  • Name und Anschrift des Ausstellers müssen vollständig, richtig und leserlich angeführt sein. Die Daten müssen mit dem Firmenname und der Anschrift laut Finanzamt übereinstimmen. Dies kann über die UID-Nummer geprüft werden.
  • Rechnungsdatum
  • Datum oder Zeitraum der Lieferung oder Leistung
  • Handelsüblicher Bezeichnung der Ware oder Dienstleistung (nicht ausreichend sind zB „Baumaterial“, „Fachliteratur“ oder „Getränke“)
  • Rechnungsbetrag
  • Umsatzsteuersatz (bis EUR 150,-)

Bei höheren Beträgen
Ab einem Rechnungsbetrag von EUR 150r– sind noch folgende Rechnungsbestandteile erforderlich:

  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • UID-Nummer des Lieferanten
  • Name und Anschrift des Rechnungsempfängers (vollständig, richtig und leserlich)
  • Nettobetrag und Steuerbetrag

Ab einem Rechnungsbetrag von EUR 10.000,- ist außerdem noch die UID-Nummer des Kunden erforderlich.

Bei Elektronische Rechnung ohne Signatur kein Vorsteuerabzug

Rechnungen können bei Zustimmung des Empfängers auch auf elektronischem Weg übermittelt werden EDamit eine E-Rechnung als Rechnung anerkannt wird, müssen die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts sowie die Lesbarkeit gewährleistet sein. Normale, unsiginierte PDFs werden nicht als vorsteuerberechtigt anerkannt.
Will ein Unternehmer seine Rechnungen elektronisch übermitteln, ist dies unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Der Rechnungsempfänger muss die elektronische Rechnung akzeptieren, wobei diese Zustimmung keiner besonderen Form bedarf. Es genügt auch, dass die Beteiligten diese Verfahrensweise tatsächlich praktizieren und damit stillschweigend billigen.
  • Die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit des Inhaltes einer elektronischen Rechnung müssen gewährleistet werden.

 

Hinweis auf Umsatzsteuerbefreiung
Bei Rechnungen ohne Umsatzsteuer sollte in jedem Fall explizit darauf hingewiesen werden, dass die Rechnung keine Umsatzsteuer enthält oder die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergeht und der Grund angeführt werden.

Rechnung & Umsatzsteuer
Der Umsatzsteuer unterliegen die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Auf alle Umsätze, die unter diesen Grundsatz fallen, ist das Umsatzsteuergesetz anzuwenden – unabhängig davon, ob es einen Steuersatz oder eine Steuerbefreiung vorsieht.
Die Umsatzsteuer wird für die Lieferung oder Leistung geschuldet, nicht nur dann, wenn dafür eine Rechnung oder eine richtige Rechnung gestellt wird. Wird eine Rechnung irrtümlich ohne oder mit zu wenig Umsatzsteuer ausgestellt, schuldet der Unternehmer dennoch den richtigen Umsatzsteuerbetrag, der im Rahmen einer Betriebsprüfung spätestens nachgefordert wird. Informieren Sie sich daher vor Erstellung der ersten Rechnung genau, ob für Ihre Leistungen oder Lieferungen Umsatzsteuer zu verrechnen ist!

 

Mehr zum Thema: 

  1. WKO: Elektronische Rechnung und Vorsteuerabzug