Europa: Kaufkraft nimmt wieder zu

04. Juni 2014 Drucken

In den meisten europäischen Ländern gab es im Jahr 2013 ein Kaufkraftwachstum. Auf Grund der besseren wirtschaftlichen Situation konnte auch die Kaufkrafttalfahrt gestoppt werden. Die großen Ausnahmen dabei sind Griechenland und Zypern. Die regionalen Kaufkraftunterschiede innerhalb vieler Länder sind nach wie vor sehr stark, weiß das heimische Beratungsunternehmen RegioData. Die Kaufkraft der Europäer erholt sich […]

Die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft ist in den meisten europäischen Ländern nominell wieder gestiegen. |© Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft ist in den meisten europäischen Ländern nominell wieder gestiegen. |© Andreas Hermsdorf / pixelio.de

In den meisten europäischen Ländern gab es im Jahr 2013 ein Kaufkraftwachstum. Auf Grund der besseren wirtschaftlichen Situation konnte auch die Kaufkrafttalfahrt gestoppt werden. Die großen Ausnahmen dabei sind Griechenland und Zypern. Die regionalen Kaufkraftunterschiede innerhalb vieler Länder sind nach wie vor sehr stark, weiß das heimische Beratungsunternehmen RegioData.

Die Kaufkraft der Europäer erholt sich

2013 ist die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft in den meisten europäischen Ländern nominell in Euro betrachtet wieder gestiegen. Die stärksten Steigerungsraten konnten laut den aktuellen RegioData-Zahlen die Baltischen Länder, Albanien, Rumänien, Island und Russland mit je über 5,0% registrieren. In zehn Ländern gab es noch Rückgänge, wobei die dramatischsten in Griechenland (-8,1%) und in Zypern (-7,1%) waren. In Österreich wuchs die Kaufkraft circa mit der Inflation (+2,0%).

Regionale Unterschiede innerhalb der Länder nach wie vor da

Europa ist ein Kontinent der großen Kontraste – die Unterschiede sind nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch innerhalb der Länder gewaltig. So verfügt ein Moldauer im Schnitt über nur rund 3% der Kaufkraft eines Luxemburgers und ein Bewohner im kaufkraftärmsten Bezirk der Türkei über nur rund 13% der durchschnittlichen Kaufkraft eines Bewohners von Besiktas, dem reichsten Bezirk Istanbuls. In Westeuropa sind die Unterschiede zwar geringer, dennoch stark spürbar.

Wie konsumaffin sind die Europäer?

Die Kaufkraftanteile, die in den Einzelhandel fließen, variieren von Land zu Land sehr stark – zwischen 26% in der Schweiz und mehr als 60% in der Ukraine. Zum einen hat dies mit dem Wohlstandsniveau, zum anderen mit der Konsumneigung zu tun. So gibt es Länder mit einem ähnlich hohem Kaufkraftniveau, jedoch unterschiedlich hohen Ausgaben, die in den Einzelhandel fließen.